Ausflugsziel für Regentage

Spannende Technikmuseen in Bayern: Anfassen erlaubt – Langeweile verboten!

Was hat ein Feigenkaktus mit Stahlbeton zu tun? Wie hilft die Routenplanung von Ameisen in der Logistik? In Bayern vermitteln jede Menge Ausstellungen Interessantes zu Natur und Technik.

Von der Natur gelernt: Dies zeigt das Bionicum Nürnberg etwa bei Robotern. Foto: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Von der Natur gelernt: Dies zeigt das Bionicum Nürnberg etwa bei Robotern. Foto: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Basteln und Begreifen: So arbeitet die Wissenswerkstatt Passau. Foto: Veranstalter

Basteln und Begreifen: So arbeitet die Wissenswerkstatt Passau. Foto: Veranstalter

Optische Täuschung: Das Spiegelkabinett im Bayerwald Xperium. Foto: Veranstalter

Optische Täuschung: Das Spiegelkabinett im Bayerwald Xperium. Foto: Veranstalter

Nürnberg. Museen sind dröge? Ganz und gar nicht! Einrichtungen, die Technik und Natur erklären, laden oft zum spielerischen Ausprobieren ein. Auch viele bayerische Museen halten sich an das Sprichwort des weisen Konfuzius: „Erzähle es mir, und ich werde es vergessen, zeige es mir, und ich werde mich erinnern, lass es mich tun, und ich werde es verstehen.“

Tricks und Taktik der Tiere

Viele Dinge hat der Mensch von Vorbildern in der Natur abgeschaut. Beispiele dafür veranschaulicht das Nürnberger Bionicum. Dort lässt sich etwa erkunden, wie Transportunternehmen die Routenplanung von Ameisen abkupfern. Und wer hätte gewusst, dass das Gewebe des Feigenkaktus Vorbild für die Entwicklung von Stahlbeton war? Bei den Mitmach-Aktionen kann man als Fischer die Meere retten.
bionicum.de

Virtuell ist nicht gleich real

Gibt es einen Unterschied zwischen Wirklichkeit und virtueller Realität? Ja klar! Doch wie sieht er aus? Das Geheimnis lüften Nachwuchs-Tüftler in Kursen der Wissenswerkstatt Passau. Diese wird unter anderem von den bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbänden bayme und vbm gefördert.

Die Kinder und Jugendlichen bauen sich eine Virtual-Reality-Brille. Damit gehen sie durch die Wissenswerkstatt und erfahren am eigenen Leib, was „echt“ und was „virtuell“ ist.
wiwe-pa.de

Große Mitmach-Reise

Naturwissenschaft ist für viele oft abstrakt. Wer sie erleben und verstehen will, sollte dem Bayerwald Xperium im niederbayerischen Sankt Englmar einen Besuch abstatten. Man begibt sich auf eine große Mitmach-Reise durch das technisch-wissenschaftliche Universum an rund 100 Experimentier-Stationen. Die Besucher erforschen zum Beispiel die Zusammenhänge von Wellen und Schwingungen oder enträtseln optische Phänomene.
bayerwald-xperium.de

Wenn die Erde wackelt

In der Wirklichkeit will man sie nicht erleben, aber unter dem Dach des Museums Mensch und Natur in München sind sie eine eindrückliche Erfahrung: Die Rede ist von Erdbeben, die man in einem Simulator am eigenen Leib spüren kann. An Aktionen wie diesen wird deutlich, dass das Museums-Motto „lebendige Wissensvermittlung“ mehr als nur ein Werbeslogan ist.
mmn-muenchen.de

Atome verwandeln sich in Fußbälle

Auch die Uni Würzburg macht auf spielerisch-spannende Weise naturwissenschaftliche Zusammenhänge begreifbar. Die Besucher schlüpfen in der interaktiven Ausstellung „TouchScience@M!ND“ in die Rolle eines Teilchenphysikers und schießen dabei Atome wie Fußbälle aufeinander. Oder sie sehen ihr eigenes Herz schlagen.
mind.uni-wuerzburg.de


Mehr tolle Ausflugsziele in Bayern:

Auf mystischen Pfaden: zur Sankt-Ulrichs-Kapelle auf dem Uhlberg, zum Teufelstisch in Bischofsmais, zu den Tatzelwurm-Wasserfällen bei Oberaudorf. Oder zur Gespensterjagd auf Schloss Fürsteneck im Landkreis Freyung-Grafenau.

Blick von oben aufs herbstliche Farbenspiel: Panoramasteig am Predigtstuhl in Sant Englmar. Spiralförmig auf den Baumturm in Neuschönau. Über die Grenze in Füssen. Oder lehrreich mit Infotafeln und App in Ebrach.

Das alles kann man in den Ordensanlagen erleben: einkehren in die älteste Klosterbrauerei, in guter Gemeinschaft fasten, seltene Küchenkräuter entdecken oder beim Hostienbacken zuschauen.

Die 19 bayerischen Staatsgemäldegalerien zeigen Werke aus 500 Jahren. Nicht nur in der Landeshauptstadt München, auch in den Filialen von Aschaffenburg bis Füssen. Besonders spannend wird’s beim Blick ins linke Auge Albrecht Dürers ...

So geht Relaxen auf Bayerisch: Baden in der Hopfenwanne, lautlos Schweben im Salzwasserbecken, Einschlafen mit Klangschalen-Tönen. Oder lieber Eintauchen im meistgebuchten Heilbad der Welt?

So kann man Bayern mit allen Sinnen erleben: Architektur zum Hören in Regensburg, lauschen und fühlen in Dillingen, riechen und schmecken in und um München – oder sehen und staunen bei Rosenheim.

Wandern vor toller Bergkulisse: Bayern hat ein 40. 000 Kilometer langes Wegenetz mit interessanten Zielen: Vom Königshaus am Schachen bis zur Schneewittchen-Tour im Spessart und Räuberpfaden im Bayerischen Wald.

Das erlebt man in 140 Metern Tiefe: Mit Grubenbahn und Rutsche in die Unterwelt, Multivisions-Projektionen mit Laser-Show, Bergwerksdinner im Kerzenschein. Oder: Erholung für die Atemwege bei einer Übernachtung.

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