Geldgeschäfte im offenen WLAN? Keine gute Idee!

So wird Smartphone-Banking sicherer

Relativ sicher: Mobile Transaktionsnummer aufs Handy kommen lassen – und dann im Smartphone eintippen. Foto: Roth

Berlin. Unterwegs mal schnell Geld überweisen – das ist schon für Millionen Deutsche Alltag. „Die Zahl der Downloads von Banken-Apps ist dafür ein Indiz“, sagt Christian Ahlers aus dem Finanzenteam beim Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Und der Experte erklärt: Smartphone-Banking kann man machen – wenn man sehr vorsichtig ist.

Zwar sind die Apps der Banken nach deren Einschätzung sehr sicher. Aber: „Es ist ein gegenseitiges Aufrüsten“, so Ahlers. „Gibt es eine neue, sicherere Technik, werden Kriminelle versuchen, sie so schnell wie möglich zu knacken.“

Um Ärger zu vermeiden, sind zunächst möglichst starke Passwörter sowie eine möglichst aktuelle Virenschutzsoftware fürs Handy geboten. Apps aus unseriösen Quellen sollte man nicht installieren, MMS von unbekannten Absendern nicht öffnen. Es geht darum, keine Schadsoftware einzufangen, über die Gauner dann das Konto plündern könnten.

Ahlers empfiehlt zudem, immer auf die Kanaltrennung zu achten. Damit ist gemeint, dass man mit einem Gerät ins Bankkonto eingeloggt ist – die zum Beispiel fürs Überweisen nötige mobile Transaktionsnummer (mTAN) aber auf ein anderes Gerät geschickt oder auch per Generator erzeugt wird. „Skeptisch sehen wir Apps, deren Hersteller sagen, diese Kanaltrennung sei schon dadurch gegeben, dass man für eine Transaktion mehrere Apps nutzen muss“, sagt Ahlers.

Apps von Dritten beispielsweise zur Führung eines mobilen Haushaltsbuchs sieht er ebenfalls kritisch – „insbesondere wenn die Kontodaten auf einen fremden Server gezogen werden“.

Im offenen WLAN sollte man grundsätzlich keinerlei Bankgeschäfte erledigen

In einem offenen WLAN, so der Experte weiter, sollte man grundsätzlich keine Bankgeschäfte erledigen – da dort Passwörter & Co. besonders leicht abgegriffen werden können.

Sinnvoll ist es außerdem, ein Limit für tägliche Geldbewegungen beim Online-Banking zu vereinbaren: Dann können Betrüger wenigstens nicht das ganze Konto nebst Dispo leer räumen.

Für den Fall, dass trotz aller Vorsicht doch etwas schiefgeht, betont Ahlers: „Es ist noch nicht geklärt, wer haftet, wenn es zum Missbrauch über ein mobiles Gerät kommt.“ Schließlich sei das System für den normalen Bankkunden oft kaum zu durchschauen: „Fahrlässigkeit kann man ihm deswegen aus unserer Sicht nicht vorwerfen, nur weil er vielleicht einen offenen Hotspot genutzt oder die falschen Apps geladen hat.“


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