Anbieterwechsel leicht gemacht

So wird Gas günstiger


Berlin. Wer mit Gas heizt, der zahlt dafür oft zu viel: Bis zu 750 Euro pro Jahr kann man nach Berechnungen der unabhängigen Stiftung Warentest durch einen Wechsel des Gaslieferanten sparen.

Das geht ganz einfach. Die meisten Formalitäten übernimmt der neue Versorger (genau wie bei den Stromanbietern). Man muss also nur den bisherigen Vertrag fristgerecht kündigen, sich beim neuen Anbieter anmelden und die Zählerstände mitteilen. Die Zähler selbst werden nicht ausgetauscht.

Die Kündigungsfrist steht im alten Vertrag. Wer noch in der sogenannten Grundversorgung der Gasanbieter ist, für den gilt sogar eine Frist von nur 14 Tagen!

Welcher Anbieter der günstigste ist, hängt vom Verbrauch und vom Wohnort ab. Beim Vergleich helfen Internetportale (etwa toptarif.de oder verivox.de). Man sollte allerdings darauf achten, welche Voreinstellungen jeweils aktiviert sind, da diese das Ranking verändern.

Der Preis sollte für die Mindestvertragslaufzeit festgeschrieben sein

Viele Tarife sind nämlich nur anfangs günstig, weil der Anbieter für das erste Jahr einen Bonus zahlt. Im zweiten Jahr fällt der weg – dann wird es womöglich teurer als vorher. Ein Umstieg lohnt sich dann also nur, wenn man später erneut den Versorger wechselt. Wer dazu keine Lust hat, sollte beim Preisvergleich nur auf die Grund- und Verbrauchspreise achten.

Grundsätzlich gibt’s den Bonus erst, wenn man mindestens ein Jahr beim neuen Anbieter geblieben ist. Einige zahlen da einen festen Betrag, andere gewähren einen prozentualen Rabatt. Der Nachteil daran: Verbraucht man weniger als erwartet, fällt der Bonus niedriger aus – verbraucht man dagegen mehr Gas als geplant, gibt’s trotzdem keinen höheren Bonus.

Sinnvoll sind Angebote, bei denen der Preis für die Mindestlaufzeit (meistens sind das zwölf Monate) garantiert ist. Wichtig sind kurze Kündigungsfristen, die Stiftung Warentest empfiehlt höchstens vier bis sechs Wochen.

Von Pauschalen für eine feste Gasmenge ist abzuraten: Wer dann weniger verbraucht, zahlt drauf. Und gar nicht empfehlenswert sind Vorauszahlungen statt des üblichen monatlichen Abschlags. Bei einer Pleite des Anbieters wäre das Geld nämlich weg. Die Insolvenzen der Billig-Stromanbieter Teldafax und Flexstrom dürften hier Warnung genug sein.

Wie man beim Heizen sonst noch sparen kann:
Einfache Tipps für die Heizperiode

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