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Checkliste

So surft man sicherer im offenen WLAN

Offene W-Lan-Netze bergen Risiken, die man vermeiden sollte. Foto: dapd

Egal, ob man mit dem Laptop, dem Smartphone oder einem Tablet-PC wie dem iPad unterwegs ist: Kostenlose WLAN-Verbindungen ins Internet sind sehr praktisch. Sie haben nur einen Haken: Daten können über eine solche, meist unverschlüsselte Verbindung ausgelesen werden. Hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, aber immerhin kann man Datendieben das Handwerk erschweren.

Risiken im Hotspot

Im WLAN greifen alle Nutzer auf einen Internetzugang zu. Das gilt auch, wenn das WLAN nach außen verschlüsselt ist. Denn die Nutzer innerhalb des Netzwerkes nutzen trotzdem den gleichen Zugang. So können Datendiebe mit Hilfe von Software mitlesen, was auf den anderen Computern passiert. Das heißt, sie sehen beispielsweise die Zugangsdaten zum Onlinebanking oder zu Seiten, in denen die Bankzugangsdaten hinterlegt sind, wie bei Amazon oder Ebay. Oder Sie können die Zugangsdaten zu Facebook oder dem E-Mail-Postfach auslesen, und darüber Schaden anrichten.

Was man gegen Spionage und Datenklau tun kann

  • Laptop: Eine Firewall einrichten und einen Virenscanner benutzen, der ständig aktualisiert wird, hilft gegen unerlaubte Zugriffe. Zusätzlich sollten Nutzer die automatische Datenfreigabe deaktivieren.
  • Ausschalten: Wer fertig ist mit Surfen, sollte das WLAN ausschalten. Das gilt auch für Smartphones und Tablet-PCs.
  • Automatik: Viele Geräte merken sich die Zugangsdaten zu einem Hotspot. Es gibt Betrüger, die beliebte Hotspots nachahmen, um an Daten zu kommen. Nimmt das Gerät an, es handle sich um einen echten Hotspot, wählt er sich dort automatisch ein, und erlaubt dem Datendieb den Zugriff auf die eigenen Daten. Darum besser die Automatik ausschalten.
  • URL: Manche Webseiten-Anbieter ermöglichen einen sicheren Zugriff auf die Seite. Das erkennt man am https anstelle von http. Bietet ein Seitenbetreiber die verschlüsselte Version an, sollte man sie nutzen. Übrigens: Auch Facebook ermöglicht den Zugriff über eine https-Verbindung.
  • Besser nicht: Sensible Transaktionen, wie beispielsweise Überweisungen vom Bankkonto oder der Einkauf im Internet-Shop, sollten besser von zuhause aus oder zumindest über eine sichere Verbindung erledigt werden.
  • Fortgeschrittene: Wer sich etwas besser mit Technik auskennt, kann ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) einrichten. Viele Arbeitgeber schreiben den Zugang darüber ins Firmennetz vor, um sich vor Betrügern zu schützen.

    Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) gibt es dazu weiterführende Informationen:
    www.bsi.bund.de
  • Absolute Sicherheit: Hat nur, wer das öffentliche WLAN nicht nutzt.

WLAN-Betreiber haften

Café- oder Restaurant-Betreiber bieten ihren Gästen gerne ein offenes WLAN an. Die Gefahr dabei: Die Gäste tauschen beispielsweise über Filesharing-Dienste verbotenerweise Musik. Das ist gefährlich für den WLAN-Betreiber, denn: „Jedenfalls bei wiederholt festgestellten Rechtsverletzungen kann er derzeit haften“, weiß Michael Neuber, Rechtsanwalt und Justiziar beim Bundesverband Digitale Wirtschaft. Und das kann ihn leicht mehrere tausend Euro kosten. Folge: In Deutschland gibt es nicht so viele offene WLANs wie in anderen Ländern. Viele Anbieter schließen ihre Hotspots wegen der Gesetzeslage wieder.

„Bisher ist nicht eindeutig geklärt, was genau ein gewerblicher Betreiber tun muss, um aus der Störerhaftung zu kommen“, sagt Neuber. So sollen bestimmte Webseiten oder Ports gesperrt werden. „Was aber tatsächlich geeignet und zumutbar ist, ist nicht festgelegt. Die derzeitige Rechtsprechung zur grundsätzlichen Haftung gewerblicher WLAN-Betreiber ist uneinheitlich. Darum hoffen alle Betroffenen auf eine Klarstellung durch den Bundesgerichtshof, damit hier Rechtssicherheit herrscht.“

Weiterführende Informationen darüber, wie man sich sicherer im mobilen Netz bewegt, lesen Sie auf der Website des BSI unter:
www.bsi-fuer-buerger.de


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