Wenn Kinder surfen

So sorgen Eltern für Online-Sicherheit

Surfen im Internet finden Kinder toll, doch es kann auch gefährlich werden. Kinder-Netzwerke werden nämlich gerne von Pädophilen durchstöbert. Sie versuchen, einzelne Kids gezielt zu identifizieren und zu kontaktieren. Ein weiteres Risiko ist das sogenannte Cyber-Bullying. Das ist systematisches Mobbing von Gleichaltrigen mit Beleidigungen, Lügen, peinlichen Fotos oder Videos. Für Kinder und Jugendliche ist das extrem schlimm, hat im Einzelfall sogar zum Selbstmord geführt. Doch Verbieten bringt nichts: Das Internet gehört zum modernen Leben einfach dazu. Kids müssen lernen, damit umzugehen. Susanne Rieschel von der Initiative „Schau hin“ gibt Tipps:

  • Grundsätzlich sollten Kinder erst online gehen, wenn sie lesen und schreiben können, also ab etwa acht Jahren. Bis zum 12. Lebensjahr sollten die Kids nur auf speziellen Kinderseiten surfen.
  • Am Computer sollte man einen Kinderbrowser oder eine Filtersoftware installieren. Dadurch kann der Rechner nur auf kindgerechte Internetangebote zugreifen.
  • Name, Adresse und Telefonnummern haben im Netz nichts verloren. Die E-Mail-Adresse darf nicht den tatsächlichen Namen enthalten.
  • Bei sozialen Netzwerken sollte man die Registrierung und das Profil gemeinsam mit dem Kind anlegen. Vorsicht mit Informationen, die Rückschlüsse auf die Identität zulassen, wie dem Namen der Schule oder des Lieblingsspielplatzes.
  • Kinderfotos gehören grundsätzlich nicht ins Internet. Ausnahme: Das Kind ist nicht eindeutig zu identifizieren (z. B. Profilaufnahmen).
  • Eltern sollten den Nachwuchs nicht ständig alleine surfen lassen, sondern immer wieder den Kontakt suchen. Kinder müssen die Gefahren kennen und lernen, dass man nicht alles glauben darf, was andere online über sich erzählen.

 

Sichere, kindgerechte Angebote im Internet

www.seitenstark.de (Verbund von Kinderseiten)

www.fragfinn.de (kindgerechte Suchmaschine)

www.tivi.de (ZDF)

www.kindernetz.de (SWF)


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