Die zehn wichtigsten Tipps gegen Phishing

So schützen Sie sich vor Datenklau und Abzocke im Internet

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Kreditkarten- und Bankdaten sind bei Betrügern beliebt. Wer sie kennt, kann relativ einfach auf anderer Leute Kosten einkaufen, unter Umständen sogar das ganze Konto leer räumen! Diese Abzocke heißt „Phishing“. Dabei gibt sich jemand als eine andere Person aus und fragt nach den Daten. Tückisch: „Da eine Kundenbeziehung zu bestehen scheint beziehungsweise im Vorfeld eine Vertrauensbasis hergestellt wurde, geben viele Bürger leichtgläubig ihre Daten preis“, sagt Thomas Hirl, Fachbereichsleiter Cybercrime bei der Dienststelle für Wirtschaftskriminalität beim Bayerischen Landeskriminalamt.

Diese zehn goldenen Regeln sollten Sie beachten:

Tipp 1: Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand: Kann das sein, was in der Mail oder am Telefon geschrieben oder gesagt wird? Sind Sie überhaupt Kunde des entsprechenden Unternehmens? Haben Sie wirklich etwas beim angegebenen Händler bestellt? Phishing-Mails erscheinen inzwischen oft täuschend echt, und die enthaltenen Links führen zum Teil auf perfekt nachgebaute Seiten.

Tipp 2: Im Regelfall fragen Banken und Online-Versandhäuser nicht nach Ihren persönlichen Zugangsdaten. Passiert das doch, sollten Sie grundsätzlich vorsichtig werden.

Tipp 3: Geben Sie auch in sozialen Netzwerken oder am Telefon niemals Ihre Bankdaten preis – etwa wenn damit gelockt wird, Sie bekämen etwas zu vergünstigten Konditionen oder hätten bei einem Preisausschreiben gewonnen.

Tipp 4: Schützen Sie Ihren Computer mit entsprechender Software. Es gibt Programme, die vor Phishing-Angriffen warnen: Beispielsweise werben McAfee, Kaspersky und Norton damit, dass ihre Virenschutzprogramme auch vor Phishing schützen.

Tipp 5: Klicken Sie nicht einfach einen Link in einer Mail an. Geben Sie stattdessen die Adresse per Hand in das Browserfenster ein. Denn der Ihnen geschickte Link kann zu einem anderen Ziel führen, als zu dem, das angezeigt wird. Beispiel: In der Betrugsmail steht die URL der Bank des Kunden. Die Verknüpfung führt jedoch nicht zu diesem Ziel, sondern leitet ihn zu einer anderen URL weiter. Unter Umständen landet der Nutzer also auf einer nachgebauten Seite, die der Original-Website seiner Bank täuschend ähnlich sieht. Gibt der User die URL aus der Phishing-Mail aber manuell ins Browserfenster ein, wird er dagegen auf der echten Seite seiner Bank landen.

Tipp 6: Achten Sie bei der Eingabe von sensiblen Daten darauf, ob es sich um eine sichere Internetseite handelt. Darauf weist zum Beispiel das Schloss-Symbol im Adressfeld hin oder der Adressanfang mit „https://“ statt mit „http://“. Man kann sich vom Browser auch das Zertifikat einer Webseite anzeigen lassen, um ihre Echtheit zu prüfen. Wie das geht, ist abhängig vom entsprechenden Browser. Ein Blick ins Hilfe-Menü kann dabei weiterhelfen.

Tipp 7: Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Bankkonto auf verdächtige Geldbewegungen.

Tipp 8: Der Newsletter „Sicher – Informiert“ des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik klärt über Gefahren im Internet und entsprechende Schutzmaßnahmen auf: buerger-cert.de. Auch auf der Website des Bundesamts findet man hilfreiche Beispiele zu Phishing-Fällen: bsi-fuer-buerger.de 

Tipp 9: Melden Sie Phishing-Mails dem „Phishing-Radar“ der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und werfen Sie dort einen Blick ins Forum: vz-nrw.de/phishing

Tipp 10: Sollten Sie vertrauliche Daten bereits auf einer verdächtigen Seite eingegeben haben, ändern Sie sofort Ihre PIN fürs Online-Banking und wenden Sie sich dann gleich an Ihr Kreditinstitut.


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aktualisiert am 03.01.2017

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