Checkliste

So machen Sie Ihr Auto fit für die kalte Jahreszeit

Reifen wechseln, Frostschutzmittel rein – war das schon alles? Aber nein. Um als Autofahrer im Winter auf der sicheren Seite zu sein, sollte man noch einige Punkte mehr beachten. Hier unsere Checkliste mit Tipps von Experten!

Andere Schluppen: Für viele Autofahrer steht jetzt ein Reifenwechsel an. Foto: Fotolia

Andere Schluppen: Für viele Autofahrer steht jetzt ein Reifenwechsel an. Foto: Fotolia

Damit man mit dem Auto im Winter nicht liegen bleibt – und um weitere unangenehme Überraschungen zu vermeiden – lohnt sich ein Blick auf unsere folgende Checkliste.

  • Die richtigen Reifen: Seit dem 4. Dezember 2010 gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht. Wird ein Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen erwischt, kostet ihn das 40 Euro, behindert er mit seinem nicht wettertauglichen Gefährt andere, sind sogar 80 Euro fällig. Zulässig bei winterlichen Straßenverhältnissen: Winter-, Allwetter- oder Ganzjahresreifen mit dem M+S-Zeichen. „Empfehlenswert sind jedoch Winterreifen mit dem Schneeflocken-Symbol“, sagt Service-Experte Markus Bach von der „Auto Zeitung“. „Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte auf jeden Fall spätestens Mitte Oktober von Sommer- auf Winterreifen wechseln.“ Wichtig: Die Winter-Gummis müssen noch eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern aufweisen.
  • Die richtigen Utensilien: Eiskratzen nervt nicht nur, es ist auch auf Dauer schädlich für die Scheiben. Zwar gehört ein Eiskratzer unbedingt ins Auto. Wer aber schonend zum Durchblick gelangen will, der verstaut lieber auch ein Enteisungsspray im Kofferraum. Sinnvoll sind auch Thermoabdeckungen für die Windschutzscheibe, so ist am nächsten Morgen nichts zugefroren. Außerdem sollten an Bord sein: Ein weicher Handbesen für die Entfernung von Schnee und ein Türschloss-Enteiser. „Letzterer gehört aber unbedingt in die Hand- oder Jackentasche, im Auto nützt er im Fall der Fälle nämlich gar nichts“, so Markus Bach. Mehr zum Thema lesen Sie hier auf AKTIVonline.
  • Für Notfälle mit dabei: Winterzeit ist Unfallzeit – und damit leider auch Stauzeit. Wer nicht bitterlich frieren möchte, wenn auf der Straße plötzlich nichts mehr geht, der sollte vorsorglich eine warme Decke, Mütze, Schal und Handschuhe ins Auto legen. Vor langen Fahrten sollten sich warme Schuhe und eine Thermoskanne mit heißem Tee oder Kaffee dazugesellen.
  • Die richtige Wäsche: Bevor es der Lack gegen Schnee, Matsch und Salz wieder richtig schwer hat, sollten Sie ihm eine Pflegekur in der Waschanlage mit anschließender Wachsversiegelung gönnen. Auch im Lauf des Winters gilt: Pflege ist Pflicht. Gründliches Vorwaschen holt den Dreck aus allen Ecken, nach den ersten Einsätzen von Streusalz auf den Straßen sollten Sie dem Wagen auch unbedingt während des Winters eine Unterbodenwäsche gönnen. „Das Streusalz ist nämlich der Rostfresser Nummer eins“, sagt Markus Bach. Nach der Wäsche unbedingt alle Türdichtungen abledern und mit einem fetthaltigen Pflegestift oder mit Vaseline behandeln. Das hält die Gummierungen geschmeidig, verhindert das Zufrieren an besonders kalten Tagen. Vor der ersten Kältewelle sollte man auch den Innenraum reinigen: Restfeuchtigkeit und Schmutz an den Scheiben können diese nämlich von innen zufrieren lassen.
  • Scheinwerfer kontrollieren: Monate haben wir sie nicht mehr gebraucht, deshalb müssen die Nebelscheinwerfer vor ihrem ersten Einsatz unbedingt überprüft werden. Sind sie richtig eingestellt? Das lässt sich in Werkstätten bei der Aktion „Licht Test“ checken. Wichtig: Eingeschaltet werden dürfen sie erst bei Sichtweiten unter 50 Metern, dabei ist Tempo 50 Pflicht.
  • Batterie überprüfen: Kalte Temperaturen setzen den Akkus zu, gleichzeitig schalten Autofahrer genau in dieser Zeit besonders häufig Energiefresser wie die Sitzheizung an. Damit die Batterie nicht gleich am ersten kalten Morgen schlappmacht, sollte sie unbedingt überprüft werden. „Die Batterie ist schließlich die häufigste Pannenursache im Winter“, sagt Hubert Paulus vom ADAC. „Wird ein Auto nur für Kurzstreckenfahrten unter 15 Kilometern am Stück genutzt, sollte man alle zwei Tage auch eine längere Strecke fahren, bis die Motortemperatur angestiegen ist. Oder die Batterie zu Hause an einem externen Ladegerät anschließen.“
  • Frostschutzmittel in die Wasserbehälter: Ein Reinigungsmittel alleine reicht in den nächsten Monaten nicht mehr im Scheibenwischwasser, ab sofort sollte Frostschutz nachgefüllt werden. Der sorgt nicht nur dafür, dass die Scheibenwäsche auch bei eisigen Temperaturen noch funktioniert, er verhindert auch, dass der Wischwasserbehälter bei Minustemperaturen platzt. Nach dem Auffüllen die Anlage so lange betätigen, bis sich die Mischung bis zu den Düsen verteilt hat. Auch im Kühlerkreislauf sollte genug Frostschutzmittel sein. Vorsicht: Hierbei handelt es sich um ein völlig anderes Produkt als beim Zusatz für das Scheibenwischwasser. „Ob im Kühler genug Frostschutzmittel ist, lässt sich mit einer sogenannten Glykolspindel testen“, sagt ADAC-Experte Hubert Paulus. „Die gibt es an fast jeder Tankstelle.“

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