Der Steuertrick mit dem Krankenkassenbeitrag

So können Eltern von Auszubildenden Steuern sparen

Köln. Jetzt starten wieder Hunderttausende ins Berufsleben – ganz klassisch, mit einer betrieblichen Lehre. Steuern müssen die Azubis oft noch lange nicht zahlen: Was der Betrieb abzieht, gibt’s später in vielen Fällen komplett zurück. Die jungen Leute können dafür den schlanken Vordruck „vereinfachte Einkommensteuererklärung“ nutzen.

Wer nicht genau hinguckt, verschenkt oft Geld

Alles easy also? Von wegen. Eltern, die da nicht genauer hingucken, verschenken womöglich Geld. Denn sie dürfen ab Ausbildungsbeginn anfallende Sozialbeiträge ihres Sprösslings in die eigene Steuererklärung schreiben!

Voraussetzung dafür ist, dass man Anspruch auf Kindergeld für das Kind hat: Dann können Juniors Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben eingetragen werden – auch, wenn diese wie üblich vom Betrieb abgeführt worden sind. Die entsprechenden Felder finden sich im Formular „Anlage Kind“ auf Seite 2.

Allerdings können die Kassenbeiträge natürlich nur entweder von den Eltern oder vom Kind selbst geltend gemacht werden. Es ist auch erlaubt, die Beiträge zu splitten und jeder Steuererklärung einen Teil zuzuweisen. Was im Einzelfall am besten ist, kann man mit Steuersoftware herausfinden oder beim Steuerberater erfragen.

Übrigens: Ist ein volljähriges Kind zur Ausbildung auswärts untergebracht, können die Eltern mit der Steuererklärung einen „Ausbildungsfreibetrag“ beantragen: 924 Euro jährlich.


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Zwei Dinge sind sicher im Leben, weiß der Volksmund – der Tod und die Steuern … Und sicher ist damit auch, dass AKTIV immer wieder Tipps zu Steuerthemen gibt. Wichtige Artikel finden Sie hier.

aktualisiert am 29.09.2017

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Grund sind nicht zuletzt falsche politische Weichenstellungen: Die Sozialleistungen nehmen stärker zu als die Wirtschaftskraft – und das nun schon seit vier Jahren! Die Sozialbeiträge nähern sich einer kritischen Grenze.

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