Fünf Tipps für einen etwas anderen Urlaub

So kann man günstig und zugleich individuell übernachten

„Hand gegen Koje“ – so was gibt’s nicht nur auf Segelschiffen, sondern auch auf Bio-Bauernhöfen! Wir erklären das Prinzip. Und geben weitere clevere Tipps, wie man im Urlaub günstiger übernachten kann.

Das etwas andere „Parkhotel“: Im Bernepark Bottrop bezahlt man pro Nacht nur so viel, wie man möchte. Foto: dasparkhotel/Andreas Strauss

Das etwas andere „Parkhotel“: Im Bernepark Bottrop bezahlt man pro Nacht nur so viel, wie man möchte. Foto: dasparkhotel/Andreas Strauss

Köln. Wer im Urlaub vor allem am Strand liegen möchte, ist mit einer Pauschalreise gut bedient. Wer aber auf Reisen etwas mehr erleben will, kann das oft mit günstigen Übernachtungen verbinden.

Manche Unterkünfte sind da ziemlich einmalig – so das „Parkhotel“ im nordrhein-westfälischen Bottrop, wo Betonröhren als Nachtlager dienen, oder ein „Schäferwagen-Hotel“ im baden-württembergischen Wildberg. Derart schräge Locations kann man etwa über die Website woandersnacht.de finden. Die folgenden Anregungen gelten jeweils für alle möglichen Orte:

Arbeitseinsatz

Ein traumhafter Segeltrip muss nicht am Geld oder fehlenden Kenntnissen scheitern: Nach dem Motto „Hand gegen Koje“ fährt man zwar nicht gratis mit, aber günstig. Dafür muss man allerdings auf dem Schiff mit anpacken. Mitfahrer für Törns in aller Welt werden beispielsweise auf handgegenkoje.de gesucht.

Etliche Bio-Bauernhöfe bieten Kost und Logis gratis – gegen Mitarbeit. Wer das nutzen will, muss zunächst Mitglied werden (wwoof.de), hat dann aber viele Projekte zur Auswahl. Das klappt auch international (wwoof.net).

Manche einzelne Anbieter verfahren nach ähnlichen Prinzipien, zum Beispiel das „Kartoffel-Hotel“ in der Lüneburger Heide (auf kartoffel-hotel.de nach „Barter“ suchen) oder die Insel Hallig Hooge (auf hooge.de nach „Koje“ suchen).

Familienanschluss

Über die Plattform couchsurfing.com findet man nach deren Angaben in rund 150.000 Städten weltweit Menschen, bei denen man kostenlos übernachten kann. Erwartet wird im Gegenzug, dass man sich als Gast des Hauses versteht, also auch Zeit mit den Gastgebern verbringt. Ein Mindestmaß an Englischkenntnissen ist nötig – schon, weil es keine deutsche Version der Website gibt. Hier erklären wir die Sache ausführlicher.

Sportwoche

Viele Krankenkassen unterstützen es, wenn ihre Versicherten sich einen besonders aktiven Urlaub mit viel Bewegung gönnen. Wer also Spaß an Nordic Walking, Radfahren oder Aquafitness hat, kann mal die Angebote für eine „Aktivwoche“ auf gsm-gesund.de durchsehen; dieser Anbieter arbeitet mit etlichen Betriebskrankenkassen zusammen. Auch auf Portalen wie akon.de, dr-holiday.de oder transmedic.de finden sich Angebote für von der Kasse geförderte „Präventionsreisen“.

Generell kann es sich lohnen, einfach mal bei der eigenen Kasse nach den jeweiligen Angeboten zu fragen – und nach den genauen Spielregeln dafür. Oft wird zumindest ein Gesundheitsprogramm im Urlaub bezuschusst.

Haushüten oder Haustauschen

Als Haushüter kann man in der Ferne kostenlos unterkommen: Über Portale wie mindmyhouse.com, nomador.com und trustedhousesitters.com suchen abwesende Immobilienbesitzer aus aller Welt nach verantwortungsvollen Menschen, die sich für eine bestimmte Zeit ums verwaiste Heim, den Garten und oft auch um die Haustiere kümmern.

Beim Haustausch dagegen tauschen einfach zwei Parteien zeitgleich ihre Wohnungen. So können sie am jeweils anderen Ort Urlaub machen (Tipps dazu).

Spontanbuchung

Wer im Urlaub von Ort zu Ort fährt und dabei flexibel ist, kann zum Beispiel über die App „Hotel Tonight“ oder die Site hotel-standby.de besonders günstige Last-minute-Plätze in Hotels aufstöbern.


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