Weg mit dem Wischmopp!

So helfen uns schlaue Roboter beim Putzen

München. „Putzen ist pure Zeitverschwendung“: So sieht das ein Drittel der Deutschen, fanden Marktforscher vom Düsseldorfer Institut Innofact heraus. Doch die Kollegen von Forsa in Dortmund ermittelten: Trotzdem verbringen wir fast fünf Stunden pro Woche mit dem Saubermachen von Küche, Bad und Zimmern.

Jetzt kommt Hilfe: Putzroboter rücken Staub und Schmutz zu Leibe! Wir legen die Beine hoch – und die elektronischen Heinzelmännchen wischen Parkett und Fließen, saugen den Teppich und reiben Fensterscheiben blank.

Das Gerät hält vor Hundenapf und Treppe

Der „Winbot“ des chinesischen Herstellers Ecovacs etwa saugt sich mit Vakuum an der Scheibe fest und reinigt sie mit Gummilippe und Mikrofaser-Pads. Auch europäische Hersteller wie Bosch und Siemens Hausgeräte in München, Kärcher in Winnenden bei Stuttgart, Vorwerk in Wuppertal oder Electrolux in Schweden bieten Putzroboter an. Die Helfer sind flach, damit sie leicht unter Schrank und Sofa kriechen können, und haben den Durchmesser einer großen Pizza. Mit Ultraschall- und Infrarot-Sensoren orientieren sie sich im Raum.

Krümel, Flusen, Katzenhaare, alles verschwindet im integrierten Schmutzbehälter. Die Roboter umkurven Bettpfosten, Tischbeine sowie den Hundenapf und bremsen auch vor Treppen. Ist der Akku leer, fahren sie selbstständig zum Ladeplatz. Der „Robocleaner“ von Kärcher findet zum Beispiel mit Infrarot-Strahl zur Station zurück. Dort lädt er den Schmutz ab und die Batterie wieder auf. Und der Sichler-Roboter von Pearl im badischen Buggingen killt mit UV-Lampen sogar Bakterien am Boden.

Verlockend? Bereits jeder Zweite kann sich Hilfe von Robotern in Haus und Garten vorstellen, ermittelte jüngst der Hightech-Verband Bitkom in Berlin. „Die Automatisierung macht große Fortschritte. Davon profitieren auch Verbraucher zu Hause“, sagt Bitkom-Experte Michael Schidlack.

Die elektronische Putzhilfe hat allerdings ihren Preis. Einfache Wisch- und Saug-Automaten gibt es ab 200 Euro, für die Luxusversion muss man mitunter mehr als 1.000 Euro hinblättern.

Stahlbürsten kratzen den Schmutz vom Rost

Die elektronischen Putzteufel lassen sich vorab programmieren. Sie erledigen die Arbeit, auch wenn man nicht zu Hause ist. Die Technik funktioniert auch draußen: Der Mähroboter der israelischen Firma Robomov etwa stutzt Rasenflächen bis 1.000 Quadratmeter Größe, wahlweise auf 15 bis 60 Millimeter Länge. Und zum Start der Grillsaison gibt’s den „Grillbot“ aus den USA. Er wird auf den Rost gesetzt und kratzt die Schmutzkruste mit seinen Stahlbürsten ratzfatz weg.


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