Vorsicht: Saison für Langfinger!

So geben Sie Taschendieben keine Chance

Gedrängel auf dem Weihnachtsmarkt, Gewusel beim Geschenkekauf in der City: Die Adventszeit ist leider auch Hochsaison für Taschendiebe. Wie Sie sich schützen können, hat AKTIV mit einem Kripo-Experten besprochen.

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Gedrängel auf dem Weihnachtsmarkt, Gewusel beim Geschenkekauf in der City: Die besinnliche Adventszeit ist leider auch Hochsaison für Gauner.

„Taschendiebe bevorzugen Menschenmengen, in denen sie unbemerkt arbeiten können“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Im Geschiebe merkt man nämlich oft nicht, wenn flinke Finger in fremde Taschen gleiten.

Doch man kann vorbeugen, wie Kriminalrat Schmidt betont: „Grundsätzlich gehören Wertsachen nah an den Körper, idealerweise in eine verschließbare Innentasche der Jacke.“

Leider ist das beim Shoppen lästig, weil man ja immer wieder ans Geld heranmuss. „Man sollte also die Wertsachen verteilen: beispielsweise die Geldbörse mit kleinen Beträgen in die Handtasche stecken, die Kreditkarten und große Scheine in eine verschließbare Innentasche“, rät Schmidt.

Der Trick mit dem Glühwein-Fleck

Doch Langfinger haben es ja oft auch auf Handys oder Kameras abgesehen. Damit die Handtasche im Geschiebe nicht leer geräumt wird, sollte man sie stets verschließen und mit der Überschlagklappe zum Körper tragen.

Rucksäcke ziehen Taschendiebe besonders an: Während der ahnungslose Besitzer entspannt plaudernd am Glühwein nippt, kann der Gauner hinter ihm in aller Seelenruhe die Außentaschen durchwühlen – darin sollten also lieber keine teuren Dinge sein. Und bei vielen Rucksäcken lassen sich die Reißverschlüsse zusätzlich zubinden.

Gerade beim Glühwein muss man aufpassen: Mancher Gauner bekleckert absichtlich sein ahnungsloses Opfer und klaut dann die Börse, während er am Fleck herumwischt!

„Taschendiebe arbeiten oft in Gruppen“, erklärt Schmidt weiter. Einer lenkt ab, der Zweite langt zu und gibt die Beute einem Dritten, der damit wegrennt. Oder der eine rempelt das Opfer an, der andere greift in dessen Taschen.

Ist trotz aller Vorsicht etwas weg, sollte man zur Polizei gehen – auch wenn die Aufklärungsquote in Sachen Taschendiebstahl gering ist (2014 lag sie laut Polizei-Statistik bei 5,9 Prozent). Sind Kredit- oder andere Bankkarten verschwunden, ist eine Anzeige ohnehin Pflicht, damit man am Ende nicht noch auf dreisten Abbuchungen sitzen bleibt.

Und natürlich sollte man dann alle Karten sofort sperren. Dazu braucht man in der Regel Kartennummer und Bankverbindung. Wer günstig vorbeugen will, der verwahrt einfach an sicherer Stelle Kopien von Vorder- und Rückseite aller Karten.

Info: Notruf-Nummer

Bankkarte(n) gestohlen?
Rufen Sie sofort den zentralen Sperr-Notruf an! Er ist rund um die Uhr erreichbar unter den Rufnummern 116 116 (kostenfrei) sowie 01805 - 021 021 (gebührenpflichtig).


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