Urteil: Aufnehmen eines Gesprächs rechtfertigt Kündigung

Smartphone im Betrieb: Heimlicher Mitschnitt – fristloser Rauswurf

Moderne Technik macht vieles leichter – aber längst nicht alles, was ein Smartphone kann, ist auch erlaubt. So ist in der Regel schnell den Job los, wer in der Firma ein Gespräch heimlich aufnimmt. Das zeigt zum Beispiel ein Urteil aus Hessen, das nun bekannt wurde.

Betroffen war ein Mitarbeiter, der Kollegen beleidigt und bedroht haben soll. Das deswegen geführte Personalgespräch schnitt er per Smartphone mit, ohne die anderen Beteiligten darüber zu informieren. So etwas verletzt die arbeitsvertragliche Rücksichtnahmepflicht erheblich und rechtfertigt damit grundsätzlich eine fristlose Kündigung, wie das Gericht auch in zweiter Instanz betonte (Landesarbeitsgericht Hessen, 23.8.2017, 6 Sa 137/17).

Was das Urteil erklärt, gilt übrigens auch im Privatleben: „Grundsätzlich darf jedermann selbst und allein bestimmen, wer sein Wort aufnehmen soll sowie ob und von wem seine auf einen Tonträger aufgenommene Stimme wieder abgespielt werden darf.“


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