Gratis-Helfer für unterwegs

Smartphone-Apps von Organisationen und Behörden


Es gibt für alles eine App? Ja – und oft nicht nur eine, wie jeder weiß, der sich schon mal auf der Suche nach dem passenden Mini-Programm stundenlang in einem App-Store verloren hat. Und was gerade angesichts des gigantischen Angebots an Apps für Smartphone oder Tablet-PC oft unbemerkt bleibt: Neben den vielen Applikationen, die für meist niedrige Beträge verkauft werden, gibt es auch immer mehr Apps von Unternehmen, Verbänden, Organisationen und Vereinen – kostenlos!

Was dahintersteckt, erklärt Michael Neuber, Justiziar beim Bundesverband digitaler Wirtschaft: „Eine App beispielsweise eines Sportverbands ist für diesen ein Informations- und Marketinginstrument. Indem er über seine Tätigkeiten direkt informiert und dem Nutzer dadurch einen Mehrwert bietet, steigert er seine Visibilität, was auch bei der Werbung neuer Mitglieder helfen kann.“ Einerseits Werbung also – andererseits Gratis-Nutzen: Viele Apps von Organisationen oder auch Behörden sind prima gemacht.

Währungsrechner und Zoll-Auskunft

Dazu ein Beispiel: Die Herbstferien stehen vor der Tür – Reisezeit für etliche Zeitgenossen. Dann können beispielsweise Apps der Europäischen Kommission, des Finanzministeriums und des Bankenverbands praktisch sein: Letzterer verschenkt einen Währungsrechner, mit der App der EU-Kommission hat man seine Rechte als Flug- oder Zugpassagier griffbereit, und eine gemeinsame App von Finanzministerium und Zoll informiert darüber, welche Souvenirs man aus welchem Ausland mitbringen darf.

Aber auch in der Heimat kann man von sinnvollen Gratis-Apps profitieren:
So bietet die Versicherungskammer Bayern einen „Hausmanager“ an, der beim Energiesparen hilft.

Das Finanzministerium hat eine Kfz-Steuer-App herausgebracht, die Autokäufern helfen soll.

Beim Deutschen Anwaltverein gibt es gleich zwei kostenlose Apps für Autofahrer: einen Bußgeld- und einen Blutalkoholrechner.
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hat einen digitalen Organspendeausweis in App-Form zu bieten.

Der Verband öffentlicher Versicherer hat eine Wetter-App im Angebot, die auch Unwetterwarnungen anzeigt (voll nutzen können diese App allerdings nur User, die bei einem öffentlichen Versicherer einen Vertrag haben).

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich selbst auf die Suche nach weiteren Gratis-Apps von glaubwürdigen Absendern machen möchte, kann entweder direkt im App-Store nach Schlagworten wie „Verband“ oder „Verein“ suchen. Oder er gibt bei einer normalen Internet-Suchmaschine die entsprechenden Begriffe und zusätzlich das Wort „App“ ein.

Liveticker der Fußball-Regionalliga

Also beispielsweise: „Fußball Verband App“. Wer so sucht, findet rasch zum Angebot des Bayerischen Fußball-Verbandes, dessen App unter anderem einen Regionalliga-Live-Ticker bietet.

Grundsätzlich rät Neuber: „Man sollte sich immer genau ansehen, was man da gerade installiert.“ Theoretisch könne App-Software Zugriff auf alle Daten haben, die auf dem Smartphone gespeichert sind, und auf die jeweiligen Standort-Daten. „Es ist außerdem nicht ausgeschlossen, dass potenziell schädliche Apps auf dem Markt sind.“

Also lieber nicht jede App unbesehen ausprobieren! Vor der Installation sollte der Nutzer zumindest herausfinden, welcher Anbieter sich hinter der Applikation verbirgt – und auf welche Daten die Software dann zugreifen darf.

Seriöse Anbieter sollten diese Informationen stets zur Verfügung stellen: Das ist noch ein guter Grund, nach Gratis-Apps von ehrbaren Absendern zusuchen.

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