Auf die Bretter, fertig, los!

Skilanglauf: Wo es in Bayern abwechslungsreiche Loipen gibt

Bodenmais/Ruhpolding/Oberstdorf. Rauf auf den Berg! Kein Thema für Langläufer? Bekanntlich geht es bei dem Querfeldein-Brettersport ja eher gemütlich zu – eben und immer geradeaus. Doch im Langlaufgebiet in der Arber-Region im Bayerischen Wald zeigt sich, dass das nicht überall so ist.

Dort müssen Loipen-Begeisterte erst einmal nach oben. Ohne Lift, versteht sich. Die Stöcke hinter die Skier fest in den Schnee gestemmt und hoch geht’s – Schritt für Schritt. Das erfordert Muskelkraft und Ausdauer. Wie hoch der Körpereinsatz ist, wird beim Energieverbrauch deutlich. Der beläuft sich locker auf 700 Kalorien pro Stunde.

Südwestlich des großen Arber, im Langlaufzentrum Bretterschachten bei Bodenmais, lassen sich sogar acht unterschiedlich lange, nach Schwierigkeitsgraden unterteilte Strecken befahren. Je länger die Tour ist, desto höher geht es hinauf. Nach dem anstrengenden Aufstieg wird man mit traumhafter Aussicht belohnt. Allerdings: Was anfangs nach oben geht, führt letztlich auch wieder hinunter. Doch wer Übung hat, meistert auch die längeren Abfahrten.

Flutlicht lockt die Nachtschwärmer an

Ganz ohne Aufstiegsloipe kann man seine Bahnen im Chiemgau ziehen. Für Anfänger wie für Profis gibt es ein mehr als 500 Kilometer langes, gespurtes Netz. Hier wurde übrigens 1964 die erste Loipe der Bayerischen Alpen eröffnet. In dem als schneesicher geltenden Gebiet zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl ist die „Drei-Seen-Strecke“ eine der schönsten. Abwechslung bieten Biathlon-Schnupperkurse in der „Chiemgau Arena“ sowie beleuchtete Loipen.

Fahrmöglichkeiten für Nachtschwärmer gibt es auch nahe der tschechischen Grenze im Skilanglaufzentrum „Silberhütte“ im Oberpfälzer Wald. Ein Teil der Bahnen ist mit Flutlicht und Schneekanonen ausgestattet.

Wer in den Spuren der Weltmeister laufen will, kann das auf den Originalloipen der Nordischen Ski-WM von 2005 im Allgäu. Die Region zwischen Oberstdorf und Balderschwang hat durch ihre Höhenlage das am längsten übers Jahr befahrbare Loipennetz.

Bevor Schmalspurfreunde jedoch in eine der weiten Schneelandschaften ziehen können, muss die Ausrüstung geprüft werden. Einsteiger sollten darauf achten, dass Skier und Stöcke an die Körpergröße angepasst sind. Die Schuhe müssen eng anliegen und einen festen Halt geben.

Für alle, die zu Hause nicht genügend Platz für eine eigene Ausrüstung haben, gibt es an den wichtigen Ausgangspunkten Verleihstationen. Auch Kurse in klassischem Langlauf für Anfänger sowie Skating-Kurse für Fortgeschrittene haben alle Langlauf-Regionen im Angebot.


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Eine App kennt die Wartezeit am Skilift. In der Brille weist ein Display den Weg zur nächsten Hütte: Mobile Computersysteme, also Wearables, sind der letzte Schrei im Wintersport. Die Deutschen lassen sich das einiges kosten.

Wandern vor toller Bergkulisse: Bayern hat ein 40. 000 Kilometer langes Wegenetz mit interessanten Zielen: Vom Königshaus am Schachen bis zur Schneewittchen-Tour im Spessart und Räuberpfaden im Bayerischen Wald.

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