Wichtige Daten sollte man lieber doppelt speichern

Sicheres Back-up: Externe Festplatte schlägt Hardware-Alternativen

Hannover. Laptop geklaut oder Computer gecrasht: kann passieren. Und so was ist dann nicht nur teuer, sondern oft richtig tragisch – wenn man seine Kontakte über den Rechner verwaltet, dort private Fotos abgelegt hat, Musikdateien, Steuererklärungen … Ein „Back-up“, also eine zweite Sicherung wichtiger Dateien, ist darum geboten. Möglichkeiten dafür gibt es einige.

Von gebrannten Medien wie DVDs oder CD-ROMs rät Axel Kossel von der Computerfachzeitschrift „c’t“ ab. „Das fängt damit an, dass es aufwendig ist, die Daten zu duplizieren“, sagt er: Für jedes Back-up benötigt man ja im Prinzip einen neuen Rohling. Hinzu kommt, dass immer weniger Computer und Laptops überhaupt ein Laufwerk für die Silberscheiben haben. Vor allem aber sind CD-ROMs und DVDs nicht ewig lesbar – und wann sie den Geist aufgeben, sieht man ihnen nicht an.

Das gilt auch für USB-Sticks: „Die halten ebenfalls nicht ewig“, warnt Kossel. Und man könne die Dinger leicht verlieren oder auch nur verlegen – eben weil sie so praktisch klein sind.

Der Fachmann empfiehlt daher ein Back-up auf einer externen Festplatte, die möglichst das gleiche Fassungsvermögen wie die Festplatte im Rechner hat. „Damit fährt man gut“, sagt Kossel. Spezielle Programme wie „AutoSave“, „Areca Backup“ – oder „TimeMachine“ für Apple-Geräte – kopieren auf Wunsch alle Inhalte automatisch rüber.

Doppelt hält noch besser

Kopien von Software hält der Experte für unnötig: Es reiche aus, die Lizenzinformationen der Programme zu sichern. Nach einem Crash installiert man dann einfach die neueste Version.

Auf Nummer supersicher geht, wer gleich mit zwei externen Festplatten arbeitet – wie Kossel selbst: Eine bewahrt er außerhalb der Wohnung auf, für den Fall, dass es brennt oder ein Dieb PC und Back-up mitgehen lässt. Um beide Festplatten halbwegs aktuell zu halten, tauscht er sie alle zwei Monate gegenseitig aus.

Zusätzlich hält er ein Back-up in der sogenannten Cloud für sinnvoll. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie jetzt im Premium-Angebot auf unserer Webseite.

Grundsätzlich sollte man wissen, dass eine demolierte Festplatte im PC sich nicht mal so eben retten lässt. Per Internet findet man da zwar schnell alle möglichen Dienstleister, die aber leider oft nicht seriös sind. Ein Warnsignal: Vorkasse? Womöglich auf ein Konto im Ausland? Finger weg!

Auch birgt es zusätzliche Risiken, den wichtigen Datenspeicher per Post zu versenden. Besser ist es, sich einen Profi vor Ort zu suchen, dabei können Tipps aus dem Bekanntenkreis helfen. Aber Achtung: Erfolg ist oft nicht garantiert – und die Rechnung kann im drei- bis vierstelligen Bereich liegen.


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aktualisiert am 03.03.2016

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