Tipp der Woche

Sicher durch den Winter


Lästig, aber nötig: Die Windschutzscheibe muss von Schnee und Eis befreit werden – und nicht nur sie. Foto: Weisflog

Bei Schnee und Eis drohen vermeidbare Strafzettel

München. Wenn sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt nähern, braucht das Auto etwas Aufmerksamkeit: Frostschutzmittel muss ins Kühl- und Wischwasser, der  Eiskratzer parat liegen. Ein-

geschlossener Türschlossenteiser bringt nicht viel – also: in der (Jacken-) Tasche aufheben! Vorsichtshalber packt man eine warme Decke ins Auto.

Der ADAC rät außerdem dringend dazu, einige verbreitete Unsitten in der kalten Jahreszeit zu vermeiden – sonst kann es teuer werden.

„Eine nicht an die Wetterverhältnisse angepasste Geschwindigkeit ist im Winter  ganz besonders gefährlich“, betont ADAC-Sprecher Jürgen Grieving.

Guckloch genügt nicht

Wer bei Eis und Schnee nicht vom Gas geht, der riskiert Bußgelder, Punkte – und bei Unfällen eine Teilschuld. Das kann den Lappen kosten und sogar eine Strafanzeige einbringen.

Den Motor warmlaufen zu lassen, ist längst verboten – Ertappte zahlen dafür 10 Euro. Und es bringt nichts: Moderne Motoren geben laut Grieving erst beim Fahren ausreichend Wärme ab.

Brandgefährlich ist es, nur ein Sichtloch freizukratzen und loszufahren. „Wer damit erwischt wird, riskiert zwischen 10 und 80 Euro und bis zu drei Punkte“, weiß Experte Grieving.

Führt die schlechte Sicht zu einem Unfall, steht man im schlimmsten Fall wegen fahrlässiger Tötung vor dem Kadi. Auch, wenn es lästig ist und Zeit kostet: Die Windschutzscheibe, die vorderen Seitenscheiben und die Außenspiegel müssen frei sein! Ohne zweiten Außenspiegel ist auch die Heckscheibe fällig.

Winterreifen von Marken-Herstellern

Und Sommerreifen gehören spätestens jetzt in die Garage: „Winterreifen sind unbedingt zu empfehlen, weil sie bei Kälte bessere Haftung und einen kürzeren Bremsweg haben“, erklärt Grieving.

In unabhängigen Tests schneiden Marken-Reifen übrigens besser ab als Billig-Pneus.

 

Info: Verschneite Schilder

Straßenschilder gelten immer – auch wenn sie zugeschneit sind! Übersieht man ein Schild, das durch seine Form keinen Zweifel zulässt, also zum Beispiel ein StoppSchild, kann man sich nicht herausreden. Bei runden Schildern kann man eventuell auf Nachsicht hoffen: Wird man geblitzt oder hat es gekracht, sollte man sicherheitshalber ein Beweisfoto des völlig verschneiten Schildes machen.

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