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Self Storage: Worauf man bei der Lagerraum-Anmietung achten sollte

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Es gibt viele Gründe, einen Abstellraum anzumieten: Die eigene Wohnung ist zu klein, Speicher und Keller gibt es nicht, oder sie sind schon voll. Man will einige Zeit ins Ausland und die Wohnung ohne Möbel vermieten. Oder ein Elternteil zieht ins Pflegeheim, aber der Hausstand soll noch nicht aufgelöst werden.

Für alle diese Situationen gibt es eine Lösung: Self Storage lautet das Zauberwort – wortwörtlich übersetzt: „Selbsteinlagerung“. Der Begriff kommt aus dem Englischen, denn in den USA gibt es sehr viele dieser Self-Storage-Anbieter. Das sind Unternehmen, die Lagerräume vermieten.

Der Trend schwappte in den vergangenen Jahren nach Deutschland. Und speziell in unseren Städten floriert das Geschäft. Mieten kann man dort oft schon Lagerflächen ab einem Quadratmeter, bei der Mietzeit sind die Verträge flexibel.

„Grundsätzlich gilt aber: Je länger man mietet, desto günstiger wird es“, weiß Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So gibt es etwa den einen lokalen Anbieter, der bei einem Jahr Miete 10 Prozent Rabatt bietet, oder den anderen, der bei einer Mietzeit von acht Wochen auf die Hälfte der Miete verzichtet.

Preise und Angebote vergleichen

Grundsätzlich gilt also, dass man die Preise vergleichen sollte – zumindest, wenn man in einer Region mit mehreren Anbietern wohnt. Wer längere Zeit ins Ausland geht, kann eventuell sogar darüber nachdenken, in einer anderen Stadt seine Sachen einzulagern, denn das kann deutlich günstiger sein.

Ein Beispiel: Ein bundesweiter Anbieter verlangt in Köln 84 Euro im Monat für einen Quadratmeter, in Hamburg aber nur 54 Euro für zwei Quadratmeter. Außerdem kann man in Hamburg bei diesem Anbieter den ersten Monat für nur einen Euro testen – 53 gesparte Euro also. Andererseits gibt es in Köln auch schon Lagerraum ab 35 Euro im Monat. Allerdings sind die Self-Storage-Anbieter etwas zurückhaltend, wenn es darum geht, Preise auf der Homepage zu nennen. Wer also vergleichen will, muss sich oft ein Angebot schicken lassen.

Dabei ist ganz wichtig, dass man die benötigte Fläche richtig einschätzt, denn von ihr hängt schließlich der Preis ab. „Keinesfalls sollte man sich von einer Quadratmeter-Zahl täuschen lassen“, rät Tryba. „In einem Raum mit einem Quadratmeter Bodenfläche bringt man schon einiges unter.“ Die Einrichtung eines Zimmers mit etwa 20 Quadratmetern könne man beispielsweise auf zwei bis drei Quadratmetern einlagern, sagt Tryba.

Weitere wichtige Faktoren: Zugangszeit und Versicherung

Aber der Preis ist nicht der einzige wichtige Faktor. „Vielmehr spielt auch eine Rolle, zu welchen Zeiten man zu seinem Lagerraum Zugang hat“, so Tryba. Wer volle Flexibilität fordert, muss natürlich einen Anbieter mit möglichst langen Öffnungszeiten wählen. Der dürfte je nach Konkurrenzsituation vor Ort jedoch teurer sein als ein Lager, das beispielsweise nur von 8 bis 22 Uhr geöffnet hat.

Außerdem ist ein Anruf bei der Hausratversicherungsgesellschaft sinnvoll, bevor man seine Sachen einlagert: Sind sie dort versichert? Eventuell auch mehrere Monate? Falls nein, sollte man überlegen, eine Versicherung über die Self-Storage-Firma abzuschließen, falls sie eine anbietet. „Das sind jedoch zusätzliche Kosten“, warnt Georg Tryba. „Die muss man im Vergleich mit einrechnen.“

Wem das alles zu teuer ist, der kann natürlich auch bei der Familie oder bei Freunden nachfragen, ob man dort für einige Zeit etwas unterstellen darf – eventuell gegen eine kleine Entschädigung. „Dann allerdings muss man sich davon überzeugen, dass die Sachen dort trocken und sicher stehen“, so Tryba.

Wertsachen gehören nicht in den Lagerraum

Und noch ein Tipp: „Wertsachen sollten in ein Bankschließfach“, sagt Tryba. „Sie haben im Self Storage nichts verloren“ – das gilt beispielsweise für Schmuck, Bargeld, die Münz- oder Briefmarkensammlung. Aber auch für Dinge, die einen hohen emotionalen Wert haben: das Hochzeitsfoto der Großeltern beispielsweise.


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aktualisiert am 03.03.2016

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