Innovation

Schnüffel-Test für Helme


Wenn es stinkt, Helm wechseln! Ist der Kopfschutz beschädigt, entweicht ein übler Geruch aus Mikro-Duftkapseln. Fotos: Gemetz

Wissenschaftler entwickeln ein Duftsignal für Kunststoff

Freiburg. Beim Radeln oder auf dem Bau schützt uns ein Helm. Der funktioniert aber nur im einwandfreien Zustand. Man soll ihn regelmäßig erneuern – aber wer macht das schon?

Ein neues Verfahren lässt nun die Nase den richtigen Zeitpunkt erschnüffeln. Das funktioniert so: Wenn der Polypropylenschaum Risse bekommt, beispielsweise durch einen Sturz oder einfach durch Verschleiß, beginnen diese Risse unangenehm zu riechen. Der Benutzer weiß dann: Ab in die Mülltonne damit!

Geruchssensor für Wasserleitungen

Möglich machen es winzige, mit Duftöl gefüllte Kapseln im Helm. Entwickelt haben das Verfahren Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik in Freiburg gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern. Die Kapseln, nur ein hundertstel Millimeter groß, umschließt ein Kunstharzmantel geruchsdicht. „Im Inneren nimmt ein poröser Kern aus Siliciumdioxid den Duftstoff auf“, erklärt Christof Koplin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut.

Die Herausforderung dabei: Die Kapseln müssen die im Spritzgussverfahren üblichen hohen Temperaturen von 200 bis 300 Grad Celsius aushalten sowie einen statischen Druck von bis zu 100 Bar.

Die Erfindung erregt bereits Aufmerksamkeit: „Ernsthaftes Interesse ist auch für weitere Anwendungen vorhanden“, versichert Koplin.

Denn die Geruchserkennung eignet sich im Prinzip für alle sicherheitsrelevanten Polymerbauteile, auch Druckschläuche an Waschmaschinen oder Kunststoffrohre in Wasser- und Gasleitungsnetzen: „Geruchssensoren könnten kritische Risse überwachen, da sie ausströmende Duftstoffe über weite Entfernungen hinweg registrieren“, weiß der Wissenschaftler.


 

Schuppig statt glatt: Hier haften künstliche Farbpigmente gut. Foto: ntousiopolus

Wissenschaftler entwickeln ein Duftsignal für Kunststoff

Freiburg. Beim Radeln oder auf dem Bau schützt uns ein Helm. Der funktioniert aber nur im einwandfreien Zustand. Man soll ihn regelmäßig erneuern – aber wer macht das schon?

Ein neues Verfahren lässt nun die Nase den richtigen Zeitpunkt erschnüffeln. Das funktioniert so: Wenn der Polypropylenschaum Risse bekommt, beispielsweise durch einen Sturz oder einfach durch Verschleiß, beginnen diese Risse unangenehm zu riechen. Der Benutzer weiß dann: Ab in die Mülltonne damit!

Geruchssensor für Wasserleitungen

Möglich machen es winzige, mit Duftöl gefüllte Kapseln im Helm. Entwickelt haben das Verfahren Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik in Freiburg gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern. Die Kapseln, nur ein hundertstel Millimeter groß, umschließt ein Kunstharzmantel geruchsdicht. „Im Inneren nimmt ein poröser Kern aus Siliciumdioxid den Duftstoff auf“, erklärt Christof Koplin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut.

Die Herausforderung dabei: Die Kapseln müssen die im Spritzgussverfahren üblichen hohen Temperaturen von 200 bis 300 Grad Celsius aushalten sowie einen statischen Druck von bis zu 100 Bar.

Die Erfindung erregt bereits Aufmerksamkeit: „Ernsthaftes Interesse ist auch für weitere Anwendungen vorhanden“, versichert Koplin.

Denn die Geruchserkennung eignet sich im Prinzip für alle sicherheitsrelevanten Polymerbauteile, auch Druckschläuche an Waschmaschinen oder Kunststoffrohre in Wasser- und Gasleitungsnetzen: „Geruchssensoren könnten kritische Risse überwachen, da sie ausströmende Duftstoffe über weite Entfernungen hinweg registrieren“, weiß der Wissenschaftler.


 

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