Tipp der Woche

Schnäppchen-(P)Reise


Ein Kinderspiel? Na ja – ohne Internet lässt sich leider kaum sparen. Foto: Roth

Wie man günstiger an Bahn-Tickets kommt

Berlin. Wer besonders früh oder sehr spät mit der Reiseplanung dran ist und überdies flexibel, der kann oft zum Schnäppchen-Preis mit dem Zug fahren. Auch sonst lassen sich die Tickets günstiger machen – AKTIV verrät, wie.

Frühbucher nutzen einen Internet-Helfer der Deutschen Bahn: den „Sparpreis-Finder“ (auf www.bahn.de das Suchwort „Sparpreis“ eingeben).

Das System dahinter erklärt ein Bahn-Sprecher: „Wir prognostizieren die Nachfrage pro Zug, pro Tag und sogar pro Streckenabschnitt. Daraus ergibt sich dann ein Kontingent deutlich günstigerer Karten.“

Freitags, sonntags und auf sehr vielbefahrenen Strecken gibt es also kaum billige Fahrkarten. Ein Zug, der um 4.34 Uhr von Berlin nach Basel abfährt, hat auf der Strecke bis Wolfsburg wohl noch günstige Plätze – dann wird es teurer, da es auf Frankfurt zugeht und die Pendler einsteigen.

Zugabe für BahnCard-Nutzer

In der zweiten Klasse liegt der Sparpreis bei 29 Euro; auf kürzeren Strecken zahlt man sogar nur 19 Euro fürs Ticket. „Lange Strecken wie beispielsweise Kiel–München kosten regulär 129 Euro: Wer da den Sparpreis bekommt, zahlt also 100 Euro weniger“, betont der Bahn-Sprecher.

Wer eine längere Strecke fahren möchte, sollte über den Kauf der Rabattkarte „BahnCard“ nachdenken, die es in diversen Varianten gibt. Die BahnCard kann sich je nach Strecke schon bei ein oder zwei Fahrten lohnen! Damit man sich das schnell ausrechnen kann, hat die Bahn ein Hilfsmittel ins Netz gestellt: einen „BahnCard-Rechner“ (wir haben den Weg dahin abgekürzt: tinyurl.com/6bo47h5).

Bahncard-Inhaber genießen einen zusätzlichen Vorteil: Bei Strecken ab 100 Kilometern ist bei 118 Städten das sogenannte City-Ticket inklusive. „Das heißt, dass für den Reisenden nach Ankunft eine Anschlussfahrt in der Innenstadt mit dem öffentlichen Personennahverkehr kostenlos ist“, erklärt der Sprecher.

Der Fahrgast kann also vom Bahnhof mit Bus, U-, S- oder Straßenbahn bis zu seinem eigentlichen Ziel fahren – „solange dies im definierten Stadtgebiet liegt“. In Berlin etwa ist das nur der innere S-Bahn-Ring, im Zweifelsfall sollte man also nachfragen.

Reservierung im Netz

Wer mit BahnCard hin- und herfährt, bekommt zwei Fahrten am Zielort als City-Ticket – für An- und Abreise. Clevere Rechner buchen daher die Hin- und die Rückfahrt auch schon mal getrennt: Je nachdem, ob sie das City-Ticket zweimal am Zielort benötigen oder es lieber einmal am Heimatort nutzen.

Achtung: Beim „mobilen Ticket“, einem Fahrschein, den man sich aufs Internet-Handy senden lassen kann, ist das City-Ticket nie dabei! „Das liegt daran, dass die meisten Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr diese Tickets nicht lesen können.“

Übrigens: Hat der Zug Verspätung, bekommt man oft Geld zurück. Ab 60 Minuten Verspätung ein Viertel des Fahrpreises, ab 120 Minuten sogar die Hälfte. Auskunft gibt das Servicecenter Fahrgastrechte unter der Nummer 01805-202178.

 

Info: Restplatz-Börse

Spezielle Schnäppchen soll man bei einer Art Restplatz-Börse finden, einer Kooperation der Deutschen Bahn mit dem Last-Minute-Reiseanbieter L’tur: Auf bahn.ltur.com werden Tickets für 19 Euro verkauft. Für 24 Euro geht es jeweils in eine festgelegte Stadt, das „Ziel der Woche“: Flexible Spätbucher werden hier möglicherweise fündig.

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