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RSS-Feeds: So einfach bleiben Sie immer top informiert

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Ein orangefarbenes oder blaues Quadrat mit einem weißen Punkt und davon ausgehenden Schallwellen, das ist das Zeichen für RSS. Gesehen hat es wahrscheinlich jeder schon einmal im Internet. Doch wissen Sie auch, was es damit auf sich hat? RSS ist die Abkürzung für „really simple syndication“, also in diesem Fall die „wirklich einfache Verbreitung“.

Weil dieser Text keine Techniklehrstunde sein soll, umschreiben wir es so: RSS ist eine Technik, die in Homepages eingebaut wird. Der Aufwand ist für den Betreiber eher gering. Die Nutzer können dadurch jedoch die Seite kostenfrei abonnieren. Das bedeutet, dass sie sofort eine Meldung bekommen, wenn sich auf der Homepage etwas Neues getan hat. Heißt: Der Betreiber der Seite richtet eine Art moderneren Newsletter ein, mit dem er die Nutzer an seine Seite bindet. Der RSS-Abonnent bleibt automatisch über seine Lieblingsseiten auf dem Laufenden, ohne dort immer wieder vorbeischauen zu müssen.

Anbieter von RSS-Feeds

Weil das so praktisch ist, bieten sehr viele Internetseitenbetreiber ihren Nutzern diese Technik an: die Bundesregierung genauso wie der Verbraucherzentrale Bundesverband, Museen ebenso wie Zeitungen, Rundfunkstationen oder Magazine. Auch Nutzer, die beispielsweise die Internetseiten von Gerichten, Ministerien und Verlagshäusern abonnieren, schaffen sich so eine eigene kleine Nachrichtenagentur auf dem Bildschirm.

Nicht zuletzt bietet AKTIVonline einen RSS-Feed, den man abonnieren kann. Wie schnell und einfach das funktioniert, erfahren Sie am Ende dieses Artikels – von dort gelangen Sie mit einem Klick zu einem Video-Leitfaden.

Der passende RSS-Reader

RSS-Reader, also die Software, die man braucht, um einen RSS-Feed lesen zu können, muss man nicht neu installieren oder kaufen. Wer im Internet unterwegs ist, hat in der Regel einen RSS-Reader in seinen Browser integriert. Allerdings unterscheidet sich die Nutzung von Browser zu Browser – und auch von Version zu Version.

Anleitungen finden Sie im Internet, wenn Sie nach dem Namen und der Version Ihres Browsers in Kombination mit den Buchstaben „rss“ suchen. Exemplarisch lesen Sie hier eine Anleitung für Firefox, für Safari und für Opera.

Synchronisierung mehrerer Geräte

Wer an mehreren Computern arbeitet, also beispielsweise im Büro und zu Hause, für den ist eine webbasierte Lösung, die sich synchronisieren lässt, optimal. Diese Synchronisierung ist beispielsweise bei Firefox möglich, aber auch mit anderen Browsern. Zusätzlich gibt es spezielle Anbieter wie Bloglines oder Feedly. Dort legt man ein Konto an, auf das man zumindest theoretisch von jedem Rechner auf der Welt zugreifen kann.

Aber Achtung! „Der Empfang von RSS-Feeds, die nicht arbeitsrelevant sind, gehört zur privaten Nutzung des Computers“, warnt Rechtsanwalt Christian Solmecke aus Köln. „Ob und wie lange Arbeitnehmer das Internet am Arbeitsplatz privat nutzen dürfen, ist gesetzlich jedoch nicht geregelt. Es kommt auf die Bestimmungen des Arbeitsvertrags oder auf die betriebliche Übung an, ob der Chef das duldet.“

Mobile RSS-Reader

Besonders praktisch sind RSS-Reader auf den mobilen Geräten. Mit den entsprechenden Apps kann man die aktuellen Nachrichten nämlich unterwegs lesen, beispielsweise während man auf die Bahn wartet oder im Wartezimmer beim Arzt sitzt.

RSS-Reader-Apps gibt es viele. Es lohnt sich, mehrere miteinander zu vergleichen, um das passende Programm zu finden. Feedly ist beispielsweise sehr beliebt und weit verbreitet. Sie läuft auf iOS, Android und Kindle. NewsBlur ist eine Alternative für Apple- und Android-Geräte. Flipboard zeigt abonnierte RSS-Feeds als personalisierte Magazine an. Das sieht schön aus, dafür sind die Funktionen eingeschränkt: Flipboard bietet beispielsweise eine Vorauswahl an Seiten und Themen, eigene Quellen lassen sich jedoch nicht hinzufügen.

RSS-Feeds per Mail erhalten

Außerdem kann man RSS-Feeds mit einigen Mailprogrammen abonnieren – beispielsweise sowohl mit Microsoft Outlook als auch mit Apples Mail.

Allerdings: Je mehr Feeds man abonniert, desto voller wird das Postfach. Wer das nicht möchte, sollte lieber eine der alternativen Leseoptionen wählen.


Mehr zum Thema:

RSS-Feeds helfen Ihnen dabei, den Überblick über Themen zu behalten, die Sie interessieren. Auch AKTIVonline bietet einen RSS-Feed. Wie Sie diesen schnell und einfach abonnieren können, zeigen wir Ihnen in diesem Video-Leitfaden.

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aktualisiert am 03.01.2017

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