Tipp der Woche

Reparieren oder nicht?


Haushaltsgerät defekt – was tun?

Ob Waschmaschine, Mixer oder Toaster: Auf die kleinen und großen elektrischen Haushaltshelfer will niemand mehr verzichten. Sie gehen aller­dings auch gerne mal kaputt. Was dann?

Der erste Schritt ist so einfach, dass er oft vergessen wird: So empfiehlt BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, zunächst gründlich in die Gebrauchsanleitung zu gucken und sich auch die ServiceSeiten im Internet durchzusehen. Manche Fehler kann man auch als Laie beheben!

Herde halten sehr lange

Ist ohne Fachmann nichts zu machen, kommt es auf das Alter des Gerätes an. Güns­tig, wenn ein Defekt noch während der Gewährleistungsfrist auftritt: In den ersten zwei Jahren muss der Händler Mängel kostenlos beheben, also das Produkt reparieren oder austauschen. Sind seit dem Kauf über sechs Monate vergangen, muss der Käufer allerdings beweisen, dass das Gerät von Anfang an eine Macke hatte – oder auf Kulanz hoffen.

Nach Ablauf der Garantiezeit sollte man überschlagen: Was würde ein gleichwertiges Modell heute kosten? Und wie teuer wäre eine Reparatur? Klar: Es lohnt nicht, in eine

Kaffeemaschine, die man vor Jahren für 50 Euro gekauft hat, noch Geld zu stecken. Anders ist das bei Elektroherden, die sehr teuer sind – aber auch sehr lange halten: Häufig rentiert sich da die Reparatur.

Gründlich informieren sollte man sich bei Kühlschränken und Waschmaschinen. Sie sind heute viel energieeffizienter als früher: Ein neues Gerät finanziert sich da zum Teil selbst, über die künftig nied­rigere Stromrechnung.

Setzt man auf den Kundendienst, sollte man vor dem Anruf genaue Daten wie die Gerätenummer, das Herstellungsdatum und die Seriennummer herausgesucht haben.

Ein Fall fürs Finanzamt

Natürlich kann man auch beim Elektriker vor Ort anrufen. „Bei Kleingeräten lohnt sich das allerdings oft nicht“, heißt es beim Branchenverband ZVEH. Sein Tipp: „Beim Fachhandel kaufen – und defekte Ge­räte selbst dorthin zurück­bringen.“

Kommt aber ein Experte ins Haus, um zum Beispiel ein Bauteil der Spülmaschine auszutauschen, sollte man die entsprechende Rechnung übers Konto bezahlen und gut aufheben: Den Einsatz eines Profis im eigenen Haushalt kann man nämlich von der Steuer absetzen.

BBL/Hof

Info: Elektroschrott

Ist ein Gerät am Ende, darf man es nicht einfach in die Mülltonne werfen: „Elektroschrott muss seit 2006 gesondert verwertet werden“, sagt Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale NordrheinWestfalen. Beim örtlichen Entsorger lässt sich erfragen, wo Elektroschrott abgeliefert werden kann.

Große Geräte werden in der Regel auch abgeholt. „Man darf sie aber nicht einfach auf die Straße stellen, sondern muss einen Termin ausmachen“, warnt Loer. Auch eine Anzeige im Wochenblatt kann sich lohnen: Wer so ein Gerät ausschlachten will, zahlt manchmal ein paar Euro dafür.

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