Spezielle Wette auf ein langes Leben

Rentenabschläge kann man ausgleichen

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Berlin. Es ist selten – aber manche tun es doch. Rund 17.000 Menschen beziehen aktuell eine gesetzliche Rente, die sie auf eigene Kosten aufgebessert haben. Dabei geht es um eine Art Wette auf die eigene Gesundheit: Ob sich die Sache lohnt, hängt davon ab, wie lange man lebt.

Will man früher als normal in Rente gehen, sind ja saftige Abschläge fällig: pro Monat 0,3 Prozent. Wer ein Jahr früher aufhören will, muss sich also mit 3,6 Prozent weniger Rente begnügen. Kaum bekannt ist, dass diese „Rentenminderung“ nicht zwingend ist.

Die Hinterbliebenenrente ändert sich ebenfalls

„Man kann einen einmaligen Beitrag einzahlen, um den Abschlag ganz oder teilweise auszugleichen“, erklärt Dirk Manthey von der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Die Berechnung des Ausgleichsbeitrags ist kompliziert und hängt von der persönlichen Erwerbsbiografie ab. Manthey nennt daher ein fiktives Beispiel: „Ein Westdeutscher, der 40 Jahre lang stets genau durchschnittlich verdient hat, müsste aktuell rund 9.620 Euro einzahlen. Dann könnte er ohne Abschlag ein Jahr früher in Rente gehen.“

Wer sich dafür interessiert, muss mindestens 55 sein. Ab diesem Alter kann man – ganz unverbindlich – eine Auskunft über die Höhe des persönlichen Ausgleichsbeitrags bei der Rentenversicherung anfordern.

Und wer dann überlegt, die spezielle Wette auf ein langes Leben einzugehen, der sollte auch beachten: Von der Höhe der eigenen Rente hängt am Ende auch die Höhe der Witwen- oder Witwerrente ab.

Mehr zum Thema:

Wie wird gerechnet beim Rentenabschlag?


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