Ferien mit vier Pfoten

Reisen mit Haustieren: Was man unbedingt beachten sollte

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Bonn. Sollte man Bello, Miezi & Co. überhaupt mit auf große Ferienfahrt nehmen? „Grundsätzlich hängt es vom Tier und vom Reiseziel ab, ob das Tier mit in den Urlaub fahren sollte“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Hunde kommen ihrer Erfahrung nach meist begeistert mit. Katzen dagegen mögen keine Ortswechsel.

Wenn überhaupt, sollten sie höchstens an vertraute Ziele mitgenommen werden, beispielsweise wenn man regelmäßig in dasselbe Ferienhaus fährt. „Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen, aber auch Vögel oder Reptilien sind häufig relativ stress- und temperaturempfindlich. Deshalb sollte man sie möglichst zu Hause lassen“, empfiehlt die Expertin.

Richtig vorbereiten

Damit die Reise für das Tier nicht zu anstrengend wird, ist gute Planung wichtig. „Flüge oder Bahnfahrten sollten möglichst nicht länger als drei bis vier Stunden dauern“, empfiehlt die Expertin. Fährt man mit dem eigenen Auto, sind häufig auch längere Reisen möglich, natürlich mit Pausen.

Um kostspielige Probleme zu vermeiden, sollte außerdem schon vor der Buchung mit dem Reiseveranstalter beziehungsweise der Unterkunft geklärt werden, ob das Tier dort erlaubt ist.

Vorab informieren

„Je nach Tierart und Zielland gelten unterschiedliche Vorschriften für die Einreise ins Ferienland, aber auch für die Wiedereinreise nach Deutschland“, erklärt Lea Schmitz. Reisen beispielsweise Hunde oder Katzen innerhalb der EU, müssen sie gechipt sowie gegen Tollwut geimpft sein und brauchen einen EU-Heimtierausweis (Tierarzt).

Je nach Urlaubsziel gelten aber oft noch weitere Regelungen, etwa ein Leinenzwang für Hunde. Der Halter sollte sich also auch bei Reisen innerhalb Europas frühzeitig vorab informieren. Infos gibt’s bei der Botschaft oder dem Konsulat, Tourismusorganisationen oder Fremdenverkehrsämtern des Ziellands und oft auch beim Tierarzt.

Sicher unterwegs

Während der Fahrt bleiben Kleintiere in ihrem Käfig. Vögel, Katzen und Hunde kommen in passende Transportboxen oder -taschen. Auf Flugreisen sollte man versuchen, den Transportbehälter als Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen.

Reisen Hunde im Auto mit, geht es auch ohne Box. „Allerdings dürfen Hunde niemals ungesichert im Auto mitfahren“, warnt Lea Schmitz und empfiehlt in diesem Fall entweder ein Trenngitter oder einen Hundeanschnallgurt. Zudem sind alle zwei bis drei Stunden Pausen angesagt, in denen Bello sich austoben und sein Geschäft verrichten kann. „Man sollte bei allen Tieren darauf achten, dass es während der Fahrt nicht zu warm wird und genügend Wasser anbieten“, betont die Expertin.

Unbesorgt am Urlaubsort

Vor Ort sollte man alle wichtigen Dinge für das Tier dabeihaben. Ins Gepäck gehören also beispielsweise Futternapf, Körbchen, Bürsten, Leine und natürlich das Lieblingsspielzeug. „Wenn irgend möglich, sollte man das gewohnte Futter von zu Hause mitnehmen, um Umstellungsschwierigkeiten zu verhindern“, rät Lea Schmitz.

Sinnvoll ist auch eine kleine Reiseapotheke für Notfälle. Die Expertin rät außerdem, sich schon vor der Abreise über die nächstgelegene Tierarztpraxis am Ferienort zu informieren. Hat der vierbeinige Liebling eine Krankenversicherung, sollte man vorher prüfen, ob sie auch im Ausland greift.

Damit man nicht auf den Kosten sitzen bleibt, falls das Tier im Urlaub Schäden anrichtet, sollte man zudem checken, ob der Haftpflichtschutz auch am Ferienort gilt. Bei den meisten Tieren ist dafür die normale Haftpflichtversicherung Ansprechpartner, bei Hunden die Hundehalter-Haftpflicht.

Lea Schmitz empfiehlt außerdem einen Gratis-Eintrag in das Deutsche Haustierregister. Darüber kann man den Besitzer ermitteln, falls ein entsprechend gekennzeichnetes Tier im Urlaub ausbüxt.


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