Plastik-Museum

Raritäten aus Kunststoff beim virtuellen Rundgang im Internet entdecken

Kesser „Käse“: Modeschmuck aus Kaseinkunststoff war in den 1930er-Jahren ein Hit. Foto: Kunststoff-Museums-Verein e.V., Düsseldorf

Düsseldorf. „Chic“, denkt man angesichts eines flotten schwarzen Zweisitzers anno 1930 als detailgetreue Miniatur aus Bakelit. „Süß“ passt eher zu den Barbiepuppen-Schühchen der 90er-Jahre aus hellblauem PVC.

Solche Plastik-Gegenstände lassen sich im Deutschen Kunststoffmuseum in Düsseldorf bewundern – virtuell! Der Kunststoff-Museums-Verein sammelt die Objekte seit 25 Jahren. Ein Rundgang im Internet ermöglicht die Begegnung mit abenteuerlich geschwungenen Designer-Stühlen ebenso wie mit urigen Telefonen oder Fotoapparaten.

7.448 Exponate sind bereits online zu sehen

Das wohl älteste Stück stammt aus Großbritannien: ein Handspiegel aus Schellack, um 1855. Besonders apart ist hingegen eine Kette aus Kunsthorn auf Basis von Milcheiweiß. Das Rezept für Kaseinkunststoff aus Magerkäse ist aus dem 16. Jahrhundert überliefert.

Insgesamt lagern in dem Fundus über 14.000 Gegenstände. Neben Endprodukten sind dort auch Verarbeitungsmaschinen, Materialproben und Demonstrationsobjekte zu sehen, natürlich alles sorgfältig beschriftet.


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