Spielerisch lernen

Prima Smartphone-Apps für kleine Kinder

Auf diesem Bauernhof in der App „Schlaf gut“ wünschen die Kinder den Tieren eine Gute Nacht und knipsen bei ihnen das Licht aus. Foto: Fox & Sheep

Schon viele Kleinkinder können Smartphones bedienen. Telefon entsperren, Fotos anzeigen, die Gesichter darauf mit zwei Fingern vergrößern, eine Spiele-App aufrufen – das alles machen sie schnell und sicher wie ein Erwachsener. Einige Eltern betrachten das auch mit Sorge.

Apps für Kinder gibt es schon für Zweijährige. Ganz spielerisch sollen sie damit lernen, Dinge zu benennen oder sogar Englisch zu sprechen. Es gibt auch solche hübschen Apps wie „Schlaf gut“, gesprochen von dem bekannten Moderator Dieter Moor, bei der die Kinder einzelne Tiere schlafen legen. Die App ist völlig unaufgeregt und bereitet Kinder sanft auf das Bett vor.

Eine gute Idee sind solche Apps zum Beispiel, wenn es gerade keine andere Möglichkeit gibt, die Kinder zu beschäftigen, auf langen Reisen etwa oder beim endlosen Warten beim Arzt. Doch wichtig ist, dass das Spielen eine Ausnahme bleibt. Wie lange Kleinkinder am Handy spielen dürfen, dafür gibt es keine genauen Empfehlungen. Es sei etwa vergleichbar mit dem Fernsehschauen, meint die Entwicklungspsychologin Professor Birgit Elsner. Empfehlungen dafür gibt es zum Beispiel von der Initiative „Schau hin!“ unter: schau-hin.info

Eltern sollten Kinder nicht alleine mit dem Handy spielen lassen

Smartphones und Tablets bringen eine ganz neue Welt zu uns. Eine Welt, in die Kinder hineinwachsen und die sie deshalb auch kennen sollten. Doch ist das frühe Spielen mit der Technik gut für Kinder? „Es spricht erst einmal nichts dagegen“, meint Entwicklungspsychologin Elsner. Es komme jedoch sehr darauf an, wie man damit umgehe. „Als Ausnahme ja, regelmäßig nein“, sagt sie. Denn solche Spiele könnten süchtig machen. Das Kind könne dann nicht mehr aufhören oder verlange täglich danach, so Elsner. Ein Smartphone habe ja selbst für Erwachsene ein hohes Suchtpotenzial.

Natürlich gehören Medien heutzutage zum Alltag, aber eben auch der verantwortungsvolle Umgang mit ihnen. Die Psychologin warnt zudem vor der Werbung der Hersteller, dass solche Spiele eine „lernfördernde“ Wirkung hätten. Bei Studien zu Fernsehsendungen habe sich gezeigt, sagt sie, dass sehr junge Kinder nur dabei lernten, wenn die Eltern dabei sind und mit dem Kind über das Programm sprechen. Das empfiehlt sie auch für die Kinder-Apps. „Möglichst nicht alleine lassen, sondern gemeinsam mit den Kinder spielen, nur dann hat es auch einen positiven Lerneffekt.“

In der folgenden Galerie zeigen wir Ihnen vier Apps, die schön gestaltet sind und Kinder nicht überfordern.


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