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Das E-Fahrrad schneller machen

Pedelec-Tuning: Das kann teuer werden

Wer an der Geschwindigkeit seines Pedelecs herumschrauben will, fährt nicht ohne Risiko. Denn sollte es zu einem Unfall kommen. wird es teuer. Was es für Vorschriften für die speziellen E-Bikes gibt, lesen Sie hier.

Mit Motörchen geht’s schneller: Mehr als Tempo 25 darf ein Pedelec aber nicht fahren. Foto: dina_asileva - stock.adobe.com

Mit Motörchen geht’s schneller: Mehr als Tempo 25 darf ein Pedelec aber nicht fahren. Foto: dina_asileva - stock.adobe.com

Köln. Technisch ist es ziemlich einfach, ein Pedelec schneller als das erlaubte Tempo 25 zu machen. Finanziell ist das Frisieren – neudeutsch: Tuning – aber extrem riskant!

„Für Pedelecs gelten strengere Vorschriften als für normale Fahrräder“, erklärt René Filippek vom Fahrradklub ADFC, „unter anderem die Maschinenrichtlinie.“ Ein Pedelec, das getunt wird, „ist ein ganz neues Fahrzeug, für das man eine Zulassung benötigt“. Es bestehe dann Helm-, Führerschein- und Kennzeichenpflicht – „und man darf nicht mehr auf dem Radweg fahren“.

Außerdem ändert sich die Haftungsfrage, wenn man die Motor-Drosselung frisiert. Und das kann im Fall eines schweren Unfalls den persönlichen Ruin bedeuten.

Bremsen zu schwach fürs höhere Tempo

Fahrräder, auch Pedelecs, fallen nämlich unter die allgemeinen Haftungsregeln des Bürgerlichen Gesetzbuchs. E-Bikes dagegen und auch hochgetunte Pedelecs sind rechtlich Kleinkrafträder, es gilt also eine Haftungsverschärfung. „Da getunte Pedelecs in der Regel nicht pflichtversichert sind, obwohl sie es aufgrund der Geschwindigkeit sein müssten, wird keine Versicherung die Kosten übernehmen“, warnt die Polizei Köln.

Da etwa Bremsen und Gabel nicht für das höhere Tempo ausgelegt seien, gefährde man mit Tuning sich und andere, ergänzt ADFC-Mann Filippek. Und schließlich: „Wer manipuliert, verliert die Gewährleistung des Händlers.“

Übrigens: Das amtliche Info- Faltblatt „Pedelec? Aber sicher!“ kann man unter bmvi.de gratis downloaden.


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