Urteil

Online-Handel: Widerruf erlaubt – ohne Begründung

An die starke Stellung privater Kunden im Internet-Handel erinnert der Bundesgerichtshof: Verbraucher können einen Online-Kaufvertrag innerhalb von 14 Tagen wider­rufen und die bestellte Ware zurückgehen lassen; ein Grund dafür muss nicht genannt werden.

In dem Fall ging es um Ware, die der Besteller bereits erhalten und bezahlt hatte. Als er dann bemerkte, dass das gleiche Produkt bei einem anderen Anbieter 33 Euro günstiger zu haben war, forderte er vom Verkäufer einen entsprechenden Nachlass. Der Verkäufer lehnte ab – und der Käufer ließ den Vertrag platzen, was er zuvor angedroht hatte. Geht noch in Ordnung, so die Richter. „Rechtsmissbräuchlich“ könnte ein Widerruf allerdings sein, „wenn ein Verbraucher arglistig handelt, etwa indem er eine Schädigung des Verkäufers beabsichtigt“ (Bundesgerichtshof, 16.3.2016, VIII ZR 146/15).


Artikelfunktionen


Schlagwörter: Recht Shopping

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang