Urteil

Online-Check-in gilt nicht als Reisebeginn

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München. Ab welchem Moment hat man eine Reise eigentlich „angetreten“? Die Antwort auf diese Frage ist oft entscheidend, wenn es darum geht, ob die Reiserücktrittsversicherung für den Kunden einspringen muss. Einen Hinweis dazu liefert ein erst kürzlich bekannt gegebenes Urteil: Wer den Online-Check-in einer Fluggesellschaft nutzt, ist damit aus juristischer Sicht noch nicht verreist.

In dem Fall hatte ein Mann zwar schon online eingecheckt, seinen Flug in die Dominikanische Republik dann aber wegen einer Erkrankung nicht antreten können. Die Versicherung muss daher für die Stornierung zahlen: Aus Sicht des Gerichts muss man „für den Reiseantritt zumindest auch faktisch Leistungen in Anspruch nehmen, die unmittelbar mit der Beförderung verbunden sind“ – der Online-Check-in zählt noch nicht dazu. Wer aber zum Beispiel Fluggepäck am Schalter aufgibt oder mit Bordkarte durchs Gate geht, der hat die Reise tatsächlich angetreten (Amtsgericht München, 30.10.2013, 171 C 18960/13).

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