Schon die Zulagen bringen Rendite

Niedriges Zinsniveau macht die Riester-Rente attraktiver

Genug Geld im Alter? Die gesetzliche Rente wird da oft nicht reichen. Foto: Getty

Berlin. Angesichts der extrem niedrigen Zinssätze für sichere Anlagen kann sich in vielen Fällen ein näherer Blick auf die Riester-Rente lohnen. Die bringt nämlich selbst bei 0 Prozent Zinsen noch anständige Erträge – weil diese Form der privaten Altersvorsorge massiv gefördert wird.

Die unabhängige Stiftung Warentest in Berlin hat das gerade durchgerechnet. Ergebnis: Bei Riester-Sparern mit zwei kleinen Kindern liegt allein die Rendite durch die staatlichen Zulagen je nach Einkommen und Laufzeit zwischen 1,5 und 8,5 Prozent pro Jahr. Und dazu kommt natürlich noch das, was das im Riester-Vertrag angesparte Kapital selbst einbringt.

Ein Beispiel: Ein zweifacher junger Vater darf pro Jahr 754 Euro Zulage für sich und seinen kindergeldberechtigten Nachwuchs einstreichen. Dafür muss er in vorgegebenem Rahmen selbst einzahlen – mindestens 60 Euro jährlich, höchstens 1.346 Euro, der genaue Betrag hängt vom rentenversicherungspflichtigen Einkommen des Vorjahres ab.

Einfachste Variante: Ein ganz normaler Banksparplan – Jüngere sollten aber auch über Fondssparpläne nachdenken

Die einfachste – und risikofreie – Riester-Variante ist ein ganz normaler Banksparplan, bei dem man mit den Einzahlungen normalerweise auch mal pausieren kann. So etwas bieten vor allem Sparkassen und Volksbanken an, oft nur für Kunden im jeweiligen Einzugsgebiet. Aber bei der Volksbank Gronau-Ahaus zum Beispiel, die von den Testern gute Noten bekommen hat, kann jeder Bundesbürger online abschließen: Hier gibt es derzeit mindestens 1 Prozent Zinsen pro Jahr, je nach Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus später auch mehr.

Vor allem für jüngere Sparer sind Riester-Fondssparpläne eine interessante Alternative. Ausführliche Anbieter-Vergleiche kann man bei der Stiftung Warentest für ein paar Euro abrufen (test.de/riester-banksparplaene und test.de/riester-fonds).

Wissen sollte man, dass man bei den Bank- wie bei den Fondssparplänen den Anbieter wechseln und das Guthaben übertragen kann – bis zum Beginn der Auszahlungsphase. Dass das weggepackte Geld erst im Alter wieder verfügbar sein wird (wer früher ran will, muss alle Zulagen zurückzahlen). Und dass während der Ansparphase zwar keine Abgeltungssteuer anfällt, die Riester-Rente dann aber steuerpflichtig ist.


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Beliebt ist die geförderte Riester-Rente ja – aber auch recht bürokratisch. Wer noch keinen Dauerzulagenantrag gestellt hat, sollte jetzt aktiv werden. Ebenso jeder Riester-Sparer, der inzwischen mehr Nachwuchs hat.

Auf die Entgeltumwandlung zu setzen, bedeutet: schlauer fürs Alter sparen, nämlich steuer- und sozialabgabenfrei. Das rechnet sich für jeden Arbeitnehmer. Wir erklären Ihnen, wie es funktioniert und worauf man achten muss.

Die stark geförderte Riester-Rente gibt es seit mehr als zehn Jahren – die ersten Verträge wurden inzwischen schon fällig. Daher sollte, wer so fürs Alter spart, wissen: Bei der Auszahlung kann man einiges falsch machen.

Altersarmut sorgt für politischen Wirbel – dabei müssen die meisten Arbeitnehmer davor keine Angst haben. Aber um den Lebensstandard zu halten, muss man zusätzlich vorsorgen.

aktualisiert am 27.11.2014

Für sichere Geldanlagen gibt es kaum noch Zinsen. Daher kann sich ein näherer Blick auf die Riester-Rente lohnen: Die bringt nämlich selbst bei 0 Prozent Zinsen noch anständige Erträge – wegen der staatlichen Förderung.

Die Riester-Rente gibt es in vielen verschiedenen Formen. Eine lohnt sich besonders: die Eigenheimrente, besser bekannt als „Wohn-Riester“. Denn damit kann man jede Menge Geld sparen. Wie, erklären wir hier.

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