Gute Taten sparen Steuern

Neue Regeln für die Flüchtlingshilfe: Spenden ist jetzt noch einfacher

Provisorische Lösung: Zelte für Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der Landesdirektion in Chemnitz. Foto: dpa

Berlin. Weihnachtszeit ist Spendenzeit: Im Advent sind viele besonders großzügig – und im Zeichen der Flüchtlingskrise tut Hilfe besonders not. Das Finanzministerium hat daher gute Taten noch einfacher gemacht.

Für Spenden auf Flüchtlingshilfe-Sonderkonten, wie sie etwa Wohlfahrtsverbände eingerichtet haben, müssen keine Quittungen ausgestellt werden. Als Beleg fürs Finanzamt genügt zum Beispiel der Kontoauszug (auch bei Spenden, die höher sind als 200 Euro).

Beschäftigte können nun eine „Arbeitslohnspende“ machen: Das Geld wird dann vom Lohn einbehalten und vom Betrieb überwiesen.

Vereine dürfen kräftig sammeln

Der entsprechende Betrag wird dabei vom Brutto abgezogen, muss also nicht versteuert werden. Er kann daher nicht auch noch per Steuererklärung geltend gemacht werden. Und schließlich riskieren Vereine nichts, wenn sie für Flüchtlinge sammeln, obwohl davon nichts in der Satzung steht: Bis Ende 2016 ist so etwas „unschädlich für die Steuerbegünstigung“ der Klubs.

Übrigens: Im Portal dzi.de/spenderberatung lässt sich kostenlos abfragen, wie seriös welche Spendenorganisation eigentlich ist.


Mehr zum Thema:

Weihnachtszeit – Spendenzeit. Doch sind milde Gaben bei Bargeldsammlungen auf der Straße wirklich sinnvoll? Wo und wie sollte man überhaupt spenden? Klarheit auf diese und weitere Fragen stiften wir hier.

aktualisiert am 30.11.2016

Von einer Aufwandsspende hat nicht nur der Empfänger – etwa ein Verein – was: Auch der Spender bekommt für seine gute Tat Geld von der Steuer zurück. Aber nur, wenn der Kassenwart und er selbst alles richtig machen.

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