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Mit Chemie das Wetter meistern


Experten-Tipps: So wird das Auto fit für den Winter

Nebel und erster Frost: Jetzt sollte man sich auf Autofahrten in der dunklen Jahreszeit vorbereiten. „Eine warme Decke gehört bei jeder längeren Reise mit an Bord“, sagt Reinhard Moll vom ADAC Mittelrhein. Auch die Beleuchtung soll vom Fachmann geprüft werden. Was noch?

● Winterreifen: „Auf die Gummi-Mischung kommt es an“, erklärt Petra Bruckhuisen vom Reifenhersteller Apollo Vredestein in Vallendar. Bei trockener Fahrbahn muss das weichere Winter-Gummi hohe Geschwindigkeiten ermöglichen. Liegen aber Schnee oder Eis, muss es haften. Und bei Nässe sind gute Aquaplaning-Eigenschaften gefragt.

„Eine moderne Gummi-Mischung kann aus 220 synthetischen und organischen Inhaltsstoffen bestehen“, so die Expertin. Die unterschiedliche Zusammensetzung bestimmt die Eigenschaften des Reifens. Auch die Lamellen sorgen mit ihrer ausgeklügelten Struktur für Verzahnung mit dem Untergrund. Generell brauchen die Pneus mindestens vier Millimeter Profiltiefe und sollten nicht älter als zehn Jahre sein.

● Kühlerschutz: Am besten in der Werkstatt oder an der Tankstelle prüfen lassen, ob der Kühlerschutz ausreicht. „Erstklassige Mittel schützen nicht nur vor Frost, sondern auch vor Überhitzung und Korrosion“, erklärt Mike Freche von BASF.

Der Chemiekonzern (Hauptsitz Ludwigshafen) stellt das Kühlerschutzmittel Glysantin her. Es besteht aus Monoethylenglykol und Zusatzstoffen, die Korrosion und Ablagerungen im Kühler verhindern. Das Konzentrat muss mit Wasser gemischt werden (am besten 50:50). Das Monoethylenglykol senkt den Gefrierpunkt des Gemischs und erhöht gleichzeitig den Siedepunkt. Da das Mittel mit über 100 verschiedenen Bauteilen und Materialien wie Stahl, Aluminium und Kunststoffen in Berührung kommt, gibt es für jeden Autotyp das passende Gemisch.

● Eiskratzer: „Bei Vereisung reicht kein kleines Guckloch“, warnt ADAC-Mann Moll. Der Kratzer soll eine Sägezahnkante für hartnäckiges Eis und eine Gummikante für die angetauten Reste haben. „Mit einem Kunststoff-Schaber kann man die Scheibe nicht verkratzen, da Glas viel härter ist“, beruhigt Svenja Hellmeister von der Südpfalzwerkstatt in Offenbach.

Die Behindertenwerkstatt produziert ein preisgekröntes Design-Produkt: den Eisschaber Thermo XXL. Das farbenfrohe Werkzeug hat eine breite gezahnte Polystirol-Schabkante. Das Besondere ist der Griff: „Er wird in den Händen warm“, so Hellmeister.

Der Griff ist aus expandiertem Polypropylen, einem schwarzen Partikelschaumstoff für hochwertige Verpackungen oder Fahrradhelme.


 

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