Witziges aus der Geschichte

Mannheimer Museen machen die Entwicklung von Auto und Fahrrad erlebbar

Hier können Kinder die gleichen Pannen erleben wie Bertha Benz mit dem ersten Automobil. Und auch experimentierfreudige Erwachsene kommen auf ihre Kosten: In Mannheim dreht sich jetzt vieles um die Anfänge der Mobilität.

„Knutschkugel“: Diese BMW Isetta und andere Autos gibt’s im Technoseum. Foto: Luginsland

„Knutschkugel“: Diese BMW Isetta und andere Autos gibt’s im Technoseum. Foto: Luginsland

Hat Geschichte geschrieben: Der Benz-Patentwagen. Foto: Luginsland

Hat Geschichte geschrieben: Der Benz-Patentwagen. Foto: Luginsland

Klapprad: Die praktische Erfindung passt in den Kofferraum. Foto: Luginsland

Klapprad: Die praktische Erfindung passt in den Kofferraum. Foto: Luginsland

Mannheim. Wer sich für alles interessiert, was Räder hat, kommt zurzeit in Mannheim voll auf seine Kosten: Im Technoseum etwa, dem Landesmuseum für Technik und Arbeit, gibt es seit Mitte März einen neuen Bereich speziell zu Geschichte und Zukunft der Autoherstellung.

Neben Autos, Motorrädern und Mopeds finden sich hier interaktive Stationen: So kann man etwa das Fahrgefühl der Autopioniere nachempfinden, die mit Stahlfelgen übers Kopfsteinpflaster holperten. Themenräume behandeln die Geschichte des Autobaus bis zur digitalen und intelligenten Fabrik. Besucher können zum Beispiel in einer virtuellen Automobil-Manufaktur von 1914 mitarbeiten.

Auch in den Reiss-Engelhorn-Museen dreht sich derzeit einiges um das Automobil – und überhaupt um die mitunter verrückte Welt der Erfindungen. Die Mitmach-Ausstellung für große und kleine Tüftler heißt „Total genial! Coole Erfindungen vom Faustkeil bis zur Jeans“ (ab 9. April). Kraftvoll das Schwungrad drehen, schnell einsteigen – und los geht die Pionierfahrt im dreirädrigen Benzmobil von 1888.

Kinder dürfen das Auto von anno dazumal selber reparieren

Auch interessant: War das erste Taschenmesser wirklich aus Stein? Oder: Wie hat das erste Fernrohr funktioniert? Die Ausstellung lädt dazu ein, Geistesblitze und Erfindungen zu verstehen und selbst nachzuvollziehen. So erleben Kinder im verkleinerten Benz-Patentwagen dieselben Pannen wie Bertha Benz, sie füllen Kühlwasser nach, reparieren das Zündkabel oder reinigen die Benzinleitung: mit einer Hutnadel! Experimentierfreudigen Erwachsenen verspricht die Ausstellung ebenfalls viel Spaß.

Auch für das Fahrrad wurde in der „Quadratestadt“ Mannheim Pionierarbeit geleistet: 1817, also vor 200 Jahren, unternahm Karl von Drais in Mannheim die erste Fahrt mit seiner „Laufmaschine“. Aus diesem Anlass gibt es bis zum 25. Juni eine eigene Ausstellung, und zwar im Technoseum: die Große Landesausstellung Baden-Württemberg. Titel: „2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrads“.

Sie zeigt Entwicklung und Modelle von der Draisine bis zum trendigen Singlespeed. Zweiradfahrer lernen an interaktiven Stationen, wie Übersetzung und Lenkung funktionieren, oder bekommen in einer Werkstatt Tipps vom Reifenflicken bis zum Einstellen der Bremse.

Mehr Informationen unter:

rem-mannheim.de

technoseum.de


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