Antrag jetzt erstmals für zwei Kalenderjahre möglich

Lohnsteuer-Freibeträge bringen mehr Netto vom Brutto

Foto: Straßmeier

Köln. Man kann Vater Staat Geld leihen – und sich die zu viel gezahlte Lohnsteuer nachträglich zurückholen. Man kann aber auch gleich mehr Netto vom Brutto kassieren: mit Freibeträgen auf der Lohnsteuerkarte.

Interessant ist das zum Beispiel für Beschäftigte mit weitem Weg zur Arbeit oder gar doppelter Haushaltsführung. Ebenso für Berufstätige, die Angehörige unentgeltlich pflegen, eine Kinderbetreuung bezahlen oder Unterhalt etwa für Ex-Partner.

Das Formular gibt’s im Web

Solche Freibeträge können jetzt erstmals für zwei Jahre beantragt werden (für 2016 und 2017). Der Firma werden die Daten dann als elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (kurz „Elstam“) bereitgestellt.

Der Online-Weg zum nötigen amtlichen Vordruck: Im Portal formulare-bfinv.de links auf „Formularcenter“ klicken, dann auf „Steuerformulare“, dort auf „Lohnsteuer“ – und schließlich auf den „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2016“.

Aber Achtung: Ändert sich die Voraussetzung für die geringere Besteuerung, etwa, weil der Arbeitsweg nach einem Umzug kürzer geworden ist, muss man das dem Finanzamt melden. Und wer Freibeträge nutzt, der muss später stets eine Steuererklärung abliefern.


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