Neuer Online-Service

Lebensmittel kommen bald nach Hause!

Düsseldorf/Washington. Der Online-Handel bläst zum Angriff auf die Supermärkte. Ab September bringt das weltgrößte Internet-Kaufhaus Amazon Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte an die Haustür.

Auf die grünen Lieferwagen mit der Aufschrift „Amazon fresh“ wartet viel Kundschaft. Jeder vierte Deutsche will frisches Futter in Zukunft überwiegend im Internet kaufen, so die Unternehmensberatung Ernst & Young. Die Düsseldorfer haben kürzlich eine Studie mit dem Titel „Revolution im Lebensmittelhandel“ präsentiert.

Demnach kommen die bisherigen Online-Lieferdienste, die überwiegend von den Supermarktketten selbst betrieben werden, in Deutschland zwar nur auf 0,3 Prozent Anteil am Jahresumsatz. 175 Milliarden Euro sind da derzeit zu verteilen. Bis 2020 aber werde der Online-Markt auf 10 Prozent wachsen – vor allem auf dem Land, wo es weniger Läden gibt. Und die Erfahrung zeigt: Beim Thema Internet werden die Prognosen oft weit übertroffen.

Wer jetzt einen dramatischen Anstieg von Klimagasen wegen der vielen Lieferwagen befürchtet, sollte eine Untersuchung der Universität Washington kennen. Die Wissenschaftler haben das Einkaufsverhalten von Haushalten im Großraum der Stadt Seattle analysiert.

Ergebnis: Wenn ein Lkw viele Kunden auf einer optimalen Route anfährt, wird pro Einkauf deutlich weniger CO2 ausgestoßen, als wenn jeder sein eigenes Auto nimmt.

Fazit der an der Studie beteiligten Umwelttechnikerin Erica Wygonik: „Was gut ist für die Lieferkette, ist auch gut für die Umwelt.“ Und weil diese Form der Lebensmittel-Versorgung weniger Sprit erfordert, hat der Versandhandel obendrein einen Kostenvorteil.

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