Experten-Tipps für Spontan-Urlauber

Last-Minute-Flüge: So findet man tolle Angebote

Spontaner Flug in die Ferne: Inzwischen ein Kinderspiel. Foto: Vario Images

Berlin. Der Herbst ist da, ein paar Urlaubstage sind noch übrig – also spontan in den Flieger springen, um etwas Sonne zu tanken? „Die Chance auf ein wirklich günstiges Last-Minute-Angebot ist am größten, wenn man bei der Reiseplanung flexibel ist“, sagt Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband in Berlin.

Die Preise hängen heutzutage nämlich nicht mehr davon ab, wie kurzfristig man bucht, sondern davon, wie gefragt einzelne Termine sind. Wer beim Abflughafen, beim Urlaubsziel und beim Reisezeitraum nicht festgelegt ist, kann laut Schäfer oft richtig tolle Last-Minute-Angebote nutzen.

„Echte Schnäppchen findet man häufig nur noch außerhalb der Ferientermine“, betont der Experte. Familien, die während der Schulferien reisen wollen, sollten sich also lieber nicht darauf verlassen, dass die Preise kurz vor dem Abflug noch purzeln. „Im Herbst ist die Nachfrage wesentlich stärker als beispielsweise zu Weihnachten oder Ostern“, erklärt Schäfer, „mit entsprechend höheren Preisen.“ Gefragt seien vor allem die Sonnenziele rund ums Mittelmeer sowie die Kanaren, außerdem Fernziele mit Sonnengarantie wie Florida oder die Emirate.

Viele Reisepakete werden erst auf Anfrage des Kunden vom Computer zu tagesaktuellen Preisen zusammengestellt. „Die Preise ändern sich ständig – deshalb sollte man im Reisebüro oder im Internet schauen, welche Ziele aktuell günstig zu haben sind.“ Nach Einschätzung des Experten bestehen derzeit gute Chancen bei Fernreisen, die die Veranstalter noch zum günstigen Dollar-Kurs des Vorjahres einkaufen konnten – also beispielsweise in die USA, nach Kuba, in die Karibik oder nach Asien. Hier seien die schon vor Monaten ausgehandelten Katalogpreise oft günstiger als die tagesaktuell zusammengestellten Angebote.

Bei der Last-Minute-Suche sollte man wissen, dass Anbieter im Internet und Reisebüros auf dieselben Datenbanken zurückgreifen. Die Preisunterschiede entstehen also vor allem durch unterschiedliche Leistungen, beispielsweise ist der Transfer vom Flughafen nicht automatisch inklusive.

Nicht sinnvoll ist es laut Schäfer, mit gepackten Koffern zum Flughafen zu düsen, um in den nächstbesten Flieger zu springen: „Die Anbieter am Flughafen greifen auf dieselben Datenbanken zu wie die Reisebüros und die Buchungsportale im Internet.“ Am Airport gibt es also keine Schnäppchen mehr, die man anderswo nicht findet.


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