Tipp der Woche

Kosten mit Kollegen teilen


Gemeinsam fährt es sich günstiger: In Indien hat das extreme Folgen. Foto: dpa

Günstiger in den Betrieb: Was Sie bei einer Fahrgemeinschaft beachten sollten

Es müssen ja nicht gleich indische Verhältnisse sein – aber vier Erwachsene finden in vielen Autos bequem Platz. Also auch vier Kollegen: Per Fahrgemeinschaft lässt sich viel Geld sparen. Allerdings ist es nicht damit getan, sich auf das Auto für die Fahrt zum Betrieb zu einigen.

Bedacht werden muss zunächst: Man ist aufeinander angewiesen. Das kann bedeuten, dass sich anders organisieren muss, wer bisher nach der Arbeit noch schnell einen Umweg zum Bäcker machte.

Pünktlichkeit Tag für Tag

Auch darum ist es wichtig, dass sich die Teilnehmer der Fahrgemeinschaft auf klare Regeln einigen. Dazu gehören – ganz trivial – der Austausch aller Telefonnummern und tägliche Pünktlichkeit. Man sollte aber auch besprechen, ob und wie lange notfalls am Treffpunkt gewartet wird.

Auch bezüglich der Kosten müssen die Gemeinsamfahrer sich einigen. Wer fährt, bezahlt  nicht nur den Sprit: Auch Ausgaben etwa für die Versicherung oder Inspektionen sollten fair umgelegt werden.

„Die Gesamtkosten hängen entscheidend vom Alter des Wagens ab“, erklärt Alexander Ahrens vom Verkehrsclub Deutschland: Je nach Modell ergäben sich Kosten zwischen 25 und 80 Cent pro Kilometer.

Variante 1: Man macht es sich einfach – mit einer Kostenschätzung  aus dem Internet (etwa von der Seite www.autobudget.de). Multipliziert man den gefundenen Betrag mit den Kilometern und teilt das Ergebnis durch die Insassen, hat man die Kosten pro Kopf und Tag. Ein Beispiel: Drei Kollegen fahren zu einer 25 Kilometer entfernten Firma, macht pro Tag 50 Kilometer. Für das verwendete Auto (VW Golf, Baujahr 1997) werden die Kilometer-Kosten auf gut 18 Cent taxiert. So ergeben sich 9 Euro – jeder der Partner zahlt also 3 Euro pro Tag.

Variante 2: Man will es genauer wissen. Dann trägt man die jährlichen Fixkosten aus den eigenen Unterlagen zusammen und teilt die Summe durch die jährliche Fahrleistung. Zu diesen Nebenkosten pro Kilometer addiert man die aktuellen Spritkosten pro Kilometer. Dann hat man genauere Kilometer-Kosten für die weitere Berechnung – siehe oben.

Vor dem ersten Start sollte sich eine neue Fahrgemeinschaft auch in Versicherungsfragen einig sein.

Haftung beschränken

„Verschuldet man einen Unfall, kommt die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung nicht nur für finanzielle Folgen bei Dritten, sondern auch für die Schäden der Insassen des eigenen Autos auf“, erklärt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. „Als Deckungssumme sind 100 Millionen Euro empfehlenswert.“ Eine eigene Insassenunfallversicherung sei nicht notwendig.

Rudnik empfiehlt trotzdem, eine sogenannte Haftungsbeschränkung mit den Mitfahrern zu vereinbaren: „So sichert man sich gegen alle Ansprüche ab, die von der Kfz-Haftpflicht  oder einer anderen Versicherung womöglich nicht oder nicht ganz gedeckt sind.“ Vordrucke dafür gibt es bei den Automobilclubs.

Bettina Blass

 

Info: Nützliches Netz

 

Keine Mitfahr-Partner im Betrieb? Vielleicht werden Sie ja im Internet fündig:

www.pendlernetz.de

www.nrw.pendlernetz.de

www.pendlerportal.de

www.rheinmain.pendlernetz.de

www.freerun.de

www.mitfahrzentrale.de

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