Urteil

Kontoüberziehung: Pauschale Gebühr ist sittenwidrig

Mal ein paar Tage stärker als vereinbart ins Minus rutschen – kann passieren. Die Bank kassiert dafür natürlich Überziehungszinsen. Sie darf aber nicht als Mindestbetrag eine pauschale Gebühr von 6,90 Euro pro Quartal fordern: Denn dadurch ergeben sich nach Rechnung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen Sollzinssätze von weit über 1.000 Prozent! Laut Urteil steht so eine Gebühr „außerhalb jedes Verhältnisses von Leistung und Gegenleistung“, die Kunden werden „entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt“ (Oberlandesgericht Frankfurt am Main, 4.12.2014, 1U170/13; noch nicht rechtskräftig).


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