Geld verdienen

Kohle für den Krempel

Foto: Fotolia

Wer aufräumt, kann oft auch Kasse machen

Mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne steigt auch die Lust aufs Ausmisten und Aufräumen. Doch wohin mit der alten Kamera, mit Omas Kristallvasen, dem ausgemusterten Bobby-Car und all dem anderen Krempel, der zum Wegwerfen zu schade ist? Da gibt es viele Möglichkeiten...

Online-Auktion

Vorteile: Bequem zu Hause machbar, bei gefragten Artikeln prima Preise möglich.

Nachteile: Gebühren, Verkaufspflicht auch bei mickrigem Preis, Zeitaufwand für Fotos und Versand.

Ideal für: gefragte und relativ teure Sachen.

www.ebay.de

www.hood.de

Ankaufsportal

Vorteile: viele Einzelteile auf einen Schlag weg, relativ wenig Aufwand, gut kalkulierbar.

Nachteile: oft niedrige Preise, teilweise Portokosten, wenn Ware nicht angenommen wird.

Ideal für: Bücher, CDs, DVDs, Computerspiele, Elektronik wie Handys, Navis und Kameras.

www.amazon.de

www.blidad.de

www.flip4new.de

www.momox.de

www.rebuy.de

www.wirkaufens.de

(Amazon ist ein Sonderfall: Auf dem „Marketplace“ verkauft man selbst, unter „Trade-in“ gibt es für Bücher und Spiele einen Einkaufsgutschein.)

Kleinanzeige

Vorteile: oft gratis, kaum Aufwand, Käufer holen die Dinge ab, Preis kann man in etwa vorgeben.

Nachteile: Bilder nicht immer möglich (oder aber teuer), Zeitaufwand für die Besichtigung durch Interessenten, oft keine Resonanz.

Ideal für: Waren mit einer genauen Modellbezeichnung und größere Teile, die man nicht gut verschicken kann.

Aushang

Schwarze Bretter gibt es vielerorts: in Supermärkten, Schulen und Kindergärten, Vereinslokalen und Kirchengemeinden.

Vorteile: gratis, viele Bilder möglich, Käufer holen die Dinge ab, Preis kann man in etwa vorgeben.

Nachteile: geringes Verbreitungsgebiet und damit oft keine Resonanz, Zeitaufwand für die Besichtigung durch Interessenten.

Ideal für: Einzelteile, die man ohne viel Aufwand loswerden will.

Flohmarkt

Vorteile: Stand oft preiswert oder sogar gratis, viele Sachen auf einen Schlag anbietbar, verkaufte Dinge sind sofort weg und bezahlt, je nach Neigung: hoher Spaßfaktor.

Nachteile: viel Zeitaufwand, Reste muss man wieder mit nach Hause nehmen, Verhandlungsgeschick gefragt.

Ideal für: viel Kleinkram, der einzeln nur geringen Wert hat.

Spende

Vorteile: keine Kosten, gutes Gefühl, eventuell Steuervorteil durch Spendenquittung.

Nachteil: kein Geld.

Ideal für: Gebrauchsfähige Haushaltsgeräte, Möbel, Spielzeug, Kleidung.

Info: Steuerpflicht entsteht nur selten

Laut Bundessteuerberaterkammer sind „gelegentliche“ private Verkäufe grundsätzlich steuerfrei. Bietet man allerdings regelmäßig oder in größeren Mengen Dinge an, kann das Finanzamt das durchaus als gewerblichen Handel einstufen. Im Einzelfall wird dann unter anderem geprüft, ob dauerhaft und geplant Deals mit Gewinnerzielungsabsicht gemacht werden, die man selbstständig und über allseits sichtbare öffentliche Angebote abwickelt.


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