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Experten-Interview

Klare Verhaltensregeln für Facebook & Co. schützen vor unliebsamen Folgen

Der Social-Media-Rechtsexperte Carsten Ulbricht aus Stuttgart erklärt in AKTIV, welche Rolle die Mitarbeiter spielen, wenn Unternehmen auf sozialen Plattformen aktiv sind. Er empfiehlt Social-Media-Guidelines.

Rechtsanwalt Carsten Ulbricht. Foto: privat

Rechtsanwalt Carsten Ulbricht. Foto: privat

Stuttgart. Er ist Social-Media-Rechtsexperte: Der Anwalt Carsten Ulbricht erklärt in AKTIV, was für Betriebe und Mitarbeiter in sozialen Netzwerken wichtig ist.

Sollten Unternehmen in sozialen Netzwerken aktiv sein? Und warum?

Klares Ja: Weil Kommunikation heute im Netz stattfindet. Wer hier nicht aktiv ist, wird nicht mehr wahrgenommen. Außerdem spielt das Internet bei der Gewinnung von Fachkräften eine große Rolle, Firmen können sich hier als attraktive Arbeitgeber präsentieren.

Viele Beschäftigte sind privat schon lange auf Facebook. Welche Folgen kann das haben?

Unternehmen profitieren davon, wenn Mitarbeiter ihre Beiträge liken oder sie teilen und damit weiterverbreiten. Und wer als Mitarbeiter einer Firma in sozialen Netzwerken erkennbar ist, der ist immer auch Botschafter für seinen Arbeitgeber!

Und wo liegen da die Risiken?

Wenn ein Mitarbeiter etwas postet, was dem Arbeitgeber schadet, dann kann das rechtliche Folgen haben – und sogar zu einer Kündigung führen. Solche Fälle gab es in Deutschland schon.

Wie können Betriebe sich und ihre Mitarbeiter schützen?

Arbeitgeber sollten die Medienkompetenz ihrer Mitarbeiter durch Informationen stärken. Außerdem sollte es konkrete Handlungsempfehlungen geben: sogenannte Social-Media-Guidelines.

Was wären darin die wichtigsten Punkte?

Es geht um das Urheberrecht, um Datenschutz, um Wettbewerbsrecht. So darf zum Beispiel ein Mitarbeiter nichts Negatives über Wettbewerber seiner Firma posten.

Und ein Foto von der Weihnachtsfeier?

Das „Recht am eigenen Bild“ gilt auch zwischen Kollegen: Ohne Zustimmung haben Fotos von der Weihnachtsfeier im Netz nichts verloren.


Was Sie als Arbeitnehmer auf Facebook beachten müssen:

In der Industrieproduktion ist die Digitalisierung längst angekommen. Immer mehr Unternehmen der Metall- und Elektrobranche nutzen das Internet jetzt auch für die Kommunikation. AKTIV zeigt hier vier pfiffige Ideen.

Wenn der Chef ein Firmenhandy oder -tablet stellt, heißt das noch lange nicht, dass man alles damit machen darf, was man möchte. Schon das Installieren mancher Apps kann zum Problem werden – Stichwort: Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Im Web die Sau rauslassen? Keine gute Idee: Eine üble Nachrede auf Facebook kann sogar schwerer wiegen als eine Beleidigung, die man dem Gegenüber live an den Kopf wirft! Anwalt Cristian Solmecke erklärt die Rechtslage.

Darf man in der Arbeitszeit privat telefonieren, online sein oder Briefe schreiben? Macht es einen Unterschied, ob man ein Firmen- oder ein eigenes Gerät benutzt? Und was muss man sonst noch beachten? Eine Expertin im Interview.

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