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Trödeln kann jetzt teuer werden

Kindergeld schnell beantragen – auch für junge Erwachsene!

Früher konnte man Kindergeld jahrelang rückwirkend kassieren. Damit ist es jetzt vorbei! Auf die neue Rechtslage sollten auch Eltern von erwachsenen Kindern reagieren – und mal prüfen, ob sich ein erneuter Antrag lohnt.

Foto: Adobe Stock

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Berlin. Dass es seit Januar mehr Kindergeld gibt, wenn auch nur 2 Euro pro Kind und Monat, dürfte wohl jeder mitbekommen haben. Weit weniger ist eine Änderung aufgefallen, die ebenfalls seit Januar gilt: Kindergeld wird nun nur noch für höchstens sechs Monate rückwirkend gezahlt.

Wenn also junge Eltern den lästigen Papierkram nach Babys Geburt zu lange liegen lassen, verschenken sie künftig Geld. Aber auch Eltern von erwachsenen Kindern sollten da jetzt aufpassen.

Faustregel: Spätestens mit 25 ist Schluss

Denn oft gibt es ja auch nach dem 18. Geburtstag noch Kindergeld: zum Beispiel, wenn Junior eine zweite Ausbildung macht und zugleich nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeitet (der Verdienst des Kindes spielt dabei schon länger keine Rolle mehr). Oder während eines Freiwilligendienstes. Oder wenn der Nachwuchs unter 21 ist und amtlich arbeitssuchend gemeldet. Ein erneuter Antrag der Eltern auf Kindergeld ist also oft sinnvoll. Daran sollte man bis zum 25. Geburtstag des Kindes denken, das ist die in den allermeisten Fällen geltende Altersgrenze. Behinderte Kinder werden unter bestimmten Bedingungen ohne Altersgrenze berücksichtigt.

Übrigens: Das Bundesfamilienministerium bietet ein praktisches Online-Tool an, mit dem man überprüfen kann, auf welche StandardFamilienförderung man im Zweifel Anspruch hat – vom Basiselterngeld bis zum Unterhaltsvorschuss. Einfach die Site infotool-familie.de ansteuern, die Bedienung ist selbsterklärend.


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Sie erhöhen später die Rente: Kindererziehungs- und Kinderberücksichtigungszeiten. Letztere sind allerdings kaum bekannt. Und was die wenigsten wissen: Bei beiden Zeiten müssen vor allem junge Väter aufpassen.

Die Steuerlast ist für Azubis kein großes Thema – während der Lehre müssen die meisten unter dem Strich gar keine Steuern zahlen. Umso genauer sollten die Eltern von Auszubildenden hinsehen: Sonst verschenken sie Geld!

Lebt ein Kind bei nur einem Elternteil, muss der andere Unterhalt zahlen. Mit dem 18. Geburtstag des Kindes ändert sich die Rechtslage – dann sollte der Nachwuchs zum Beispiel schnell aktiv werden, wenn es noch Unterhaltsrückstände gibt.

Selbst wenn man als erwachsenes Kind gar keinen Kontakt mehr zu Vater oder Mutter hat: Elternunterhalt kann trotzdem fällig werden! Wen es treffen kann und wie teuer es wird, lesen Sie hier.

aktualisiert am 09.11.2018

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