Hier geht Ihnen ein Licht auf

Kelvin, Lumen & Co.: Das bedeuten die Angaben auf Leuchtmittel-Verpackungen

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Köln. Früher war alles ganz einfach. War die Glühbirne kaputt, konnte man die Helligkeit nach der Wattzahl auswählen. Heute dagegen gibt es so viele verschiedene Lampentypen auf dem Markt, dass die Wattzahl nicht mehr viel aussagt. LEDs und Energiesparlampen beispielsweise sind viel sparsamer als Halogenlampen und machen’s trotzdem genauso hell.

Lumen statt Watt

Auf der Packung stehen deshalb nicht mehr Watt, sondern Lumen. Je höher die Zahl, desto heller wird es. Faustregel: Das Verhältnis zur klassischen Watt-Angabe ist ungefähr 1:10. Wer eine traditionelle 40-Watt-Birne ersetzen will, wählt also eine Lampe mit etwa 400 Lumen. Meist steht aber auch auf der Packung, wie viel Watt einer alten Glühbirne die Lumenangabe entspricht.

Kelvin steht für Kälte, Ra für Natürlichkeit

Außerdem kann man heutzutage die sogenannte Farbtemperatur wählen, also, ob das Licht kalt und sachlich oder warm und gemütlich wirkt. Das erkennt man am Kelvin-Wert. Je höher die Zahl, desto kälter erscheint das Licht. Die klassische Glühbirne gab sogenanntes warmweißes Licht und hatte 2700 Kelvin, Tageslicht dagegen hat etwa 5500 Kelvin.

Wer viel Wert auf natürliche Farbwiedergabe legt, etwa zum Schminken, Malen, Kochen oder für die Ausleuchtung von Kunstwerken, wirft noch einen Blick auf den Ra-Wert. Der sollte in diesem Fällen zwischen 90 und 100 liegen, ansonsten genügt auch ein Wert von über 80.

Was länger währt

Beim Preisvergleich muss man natürlich auch die Lebensdauer der Lampe berücksichtigen. Auf der Packung steht, wann dem guten Stück voraussichtlich das Licht ausgeht. Halogen-Lampen bringen es nach Angaben von Stiftung Warentest im Durchschnitt auf 2.000 Stunden, Energiesparlampen auf 6.000 und die teuren LEDs sogar auf mehr als 20.000 Stunden. Oft wird auf der Packung zusätzlich angegeben, wie viele Jahre die Lampe hält. Bei der Berechnung kalkulieren die Hersteller mit einer täglichen Brenndauer von drei Stunden.

Es lohnt sich übrigens, hochwertige Markenprodukte zu kaufen, auch wenn die teurer sind. Stiftung Warentest hat nämlich herausgefunden, dass billige Lampen besonders oft vorzeitig aufgeben.

Von Startzeit und Schaltfestigkeit

LEDs und Halogen-Lampen sind sofort voll da, Energiesparlampen dagegen brauchen oft eine spürbare Anlaufzeit. Die Startzeit auf der Packung gibt an, nach wie vielen Sekunden die Lampe 60 Prozent ihrer maximalen Helligkeit erreicht hat.

Außerdem steht auf der Packung die sogenannte Schaltfestigkeit. Die ist immer dann wichtig, wenn das Licht oft an- und ausgeschaltet wird, etwa im Flur, Bad oder durch Bewegungsmelder. Halogen-Lampen und LEDs sind hier unempfindlich, Energiesparlampen dagegen oft Sensibelchen. Soll die Lampe den Außenbereich erleuchten, muss sie natürlich auch frostfest sein.

Besitzer von Dimmern sollten darauf achten, dass das Produkt das mitmacht. Trotzdem kann es nach Angaben von Stiftung Warentest immer mal wieder Probleme geben, weil nicht jede Lampe mit jedem Dimmer kompatibel ist. Manche Hersteller veröffentlichen auf ihrer Website auch entsprechende Listen.

Hier gibt’s weitere Infos zum Thema:

Die bayerische Staatsregierung hat eine informative Broschüre mit dem Titel „Energiesparlampe und LED: Energieeffiziente Beleuchtung“ herausgegeben. Gratisdownload unter: lfu.bayern.de

Wer sich das alles nicht merken kann, druckt sich auf derselben Website das praktische, ebenfalls kostenlose Kärtchen namens „Lichtfarben Beleuchtung“ fürs Portemonnaie aus.


Mehr zum Thema:

Leuchtdioden sind sparsam und langlebig. Mittlerweile sind die meisten dimmbar und erstrahlen in verschiedenen Farben. Das macht sie zu Allroundern, die etwa den Biorythmus von Schichtarbeitern unterstützen.

Was tun Sparfüchse, wenn eine Birne durchbrennt? Eine LED-Lampe in die Fassung schrauben! Denn die früher sehr hohen Preise sind deutlich gesunken – und in Sachen Stromverbrauch sind Leuchtdioden unschlagbar effizient.

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