Reparieren leicht gemacht

Kaputte Dinge selbst wieder heil machen? Dabei kann man sich auf moderne Weise helfen lassen


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Köln. Lager kaputt, Kabel defekt, Verbindungsteil gebrochen: Schnell sind Elektrogeräte wegen solcher „Kleinigkeiten“ außer Gefecht gesetzt. Solange die Gewährleistungsfrist (zwei Jahre ab Kaufdatum) noch läuft, sollte man sich zunächst an den Händler wenden. Aber danach?

Die preiswerte Lösung für alle, die es sich zutrauen: Selbst anpacken! Das geht inzwischen einfacher als noch vor ein paar Jahren.

Detaillierte Bastelanleitungen finden sich gratis im Internet

Denn man kann sich heutzutage auf vielerlei Weise helfen lassen. So bietet das Internet privaten Bastlern inzwischen jede Menge Anleitungen und Videos an – kostenlos.

Dazu nur ein Beispiel: Auf youtube.de finden sich zum Thema „iPhone 3 GS auseinanderbauen“ gleich mehrere mehr als zehn Minuten lange Filme. Welchem man trauen kann (oder auch nicht), deuten die Kommentare der anderen Nutzer an.

Oft reicht eine Suche mit dem Stichwort „Reparatur“ und der genauen Modellbezeichnung schon aus, um solide Informationen zu finden. Auch in den vielen Online-Fachforen beispielsweise für Hobby-Fotografen, Hi-Fi-Fans oder Biker stehen hilfreiche Tipps. Und natürlich kann man dort auch selbst Fragen stellen – und hoffen, dass einem bald geantwortet wird.

Wer handwerklich eher nicht so begabt ist, kann jetzt auch ein „Repair-Café“ besuchen. Die Idee stammt aus Holland: Kundige Zeitgenossen bieten an bestimmten Terminen ehrenamtlich Hilfe an oder reparieren sogar selbst.

Bundesweit gibt es inzwischen schon mehr als 20 solcher Einrichtungen – auch in kleineren Orten wie Hünxe, Rösrath oder Murnau (die Liste aller Standorte steht auf repaircafe.de).

Eventuell nötige Ersatzteile muss man natürlich selbst besorgen. Und wie immer bei solchen Gefälligkeiten gibt es auch keinerlei Garantie, dass das Gerät hinterher tatsächlich wieder läuft.

Schon altgedient ist das Angebot der „offenen Werkstätten“, in denen man oft auch Möbel oder Fahrräder reparieren kann.

Offene Werkstätten halten spezielles Werkzeug bereit

Gegen eine geringe Gebühr kann man Spezialwerkzeug und Maschinen nutzen. Oft ist die Aufsicht sogar vom Fach und kann bei Fragen weiterhelfen.

Meist sind diese offenen Werkstätten in städtische Kulturzentren oder ähnliche Einrichtungen integriert (einen Überblick gibt die Seite offene-werkstaetten.org).

Übrigens: Falls man doch lieber auf einen Profi setzen will, kann man für die Suche nach dem Experten jetzt auch das neue Portal reparado.de nutzen.

Mehr zum Thema:

Ob im Laden oder im Web-Shop: Wer eine Waschmaschine, einen Kühlschrank oder ein Smartphone kauft, bekommt oft gleich eine Garantieverlängerung angeboten. Verbraucherschützer raten da aber eher ab. Warum eigentlich?

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