Wo Hobby-Astronomen leuchtende Welten entdecken

Jetzt in Nordrhein-Westfalen Sterne gucken – zum Beispiel im Nationalpark Eifel

Vogelsang/Eifel. Es sind die Nächte der großen und kleinen Wünsche. Wenn Gesteinsbröckchen in 100 bis 300 Kilometer Höhe in die Erdatmosphäre dringen und verglühen, blicken Menschen fasziniert in den Himmel und knüpfen ihre Träume an den leuchtenden Kometenstaub. Wer noch einen Herzenswunsch offen hat, sollte sich die Tage von Mitte Juli bis Ende August vormerken. Dann sind wieder besonders viele Sternschnuppen unterwegs.

Dann ist die Zeit der Perseiden, des größten Meteorstroms des Jahres: Die Staubspur des Kometen „109P/Swift-Tuttle“ kreuzt stets im August die Bahn der Erde.

Nachtschwärmer, die sich beispielsweise am 11., 12. und 13. August zur Perseiden-Wanderung im Sternenpark Nationalpark Eifel aufmachen, werden ein leuchtendes Schauspiel erleben – vorausgesetzt, Wolken versperren nicht die Sicht. Rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz, 65 Kilometer südwestlich von Köln, ist es in der Nacht richtig dunkel. So dunkel, dass die International Dark-Sky Association (IDA), die sich dem Kampf gegen die Lichtverschmutzung verschrieben hat, das Gelände als Sternenpark ausgezeichnet hat.

„Die Nationalparkregion Eifel ist einer der wenigen Orte in Deutschland, in denen man die Milchstraße mit bloßen Augen sehen kann“, sagt der Kölner Astronom Harald Bardenhagen. Laternen, Leuchtreklamen, angestrahlte Gebäude – all das gibt es hier weit und breit nicht.

Bardenhagen, von der IDA zum „Verteidiger“ des sternenreichen Himmels ernannt, bietet mit seiner Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ in Vogelsang in der Eifel das ganze Jahr über Himmelsbeobachtungen an. Dabei kann man mit Teleskop und Großfernglas oder einfach mit dem Kopf im Nacken beobachten, wie ein Stern nach dem andern zum Vorschein kommt.

Wer es zum Sternschnuppen-Staunen in der Eifel nicht schafft, kann – unabhängig von Tageszeit und Wetter – den Himmel in einem der acht Planetarien in NRW erkunden. Die holen, anders als die zahlreichen Sternwarten mit dem direkten Blick nach oben, das Universum mit viel Projektionstechnik auf die Erde.

Die Großplanetarien in Bochum und Münster, aber auch kleinere wie das in Köln-Nippes, bieten spannende Programme für jedes Alter. Die Sternengucker sitzen entspannt im Sessel unter der Kuppel und starten zur Reise auf der Milchstraße. Auch da kommen Sternschnuppen vorbei. Aber: Wer sich was wünscht, der sollte rausgehen und das Leuchtspektakel am Himmel genießen. 

nationalpark-eifel.de

sterne-ohne-grenzen.de

nordeifel-tourismus.de

ao5.de/planetarien-sternwarten


Weitere spannende Ausflugsziele in NRW:

Ein neuer Trendsport für Wasserratten ist aus Amerika zu uns herübergeschwappt: „Blobbing“. Vor Anker gegangen ist die erste Blob-Base Nordrhein-Westfalens auf dem Biggesee in Olpe. Was steckt dahinter?

Auf dem Gelände einer früheren Kläranlage findet sich die wohl ungewöhnlichste Übernachtungsmöglichkeit Nordrhein-Westfalens. Die Kanalrohr-Suiten bieten Doppelbett, Nachttischlämpchen – und Bullaugen-Ausblick in den Sternenhimmel.

Radeln wo einst Züge ratterten: In Nordrhein-Westfalen gibt es attraktive Radwanderwege auf ehemaligen Bahntrassen. Einer führt durch einen fast 700 Meter langen Tunnel, wo in der kalten Jahreszeit Fledermäuse überwintern.

Gute alte Zeit? Naja. Die Freilichtmuseen Hagen und Detmold zeigen, wie es damals so zuging. Was machte etwa der Schmied, wenn er mal musste – und wie kam das Herz in die Plumsklo-Tür? Auch darauf gibt’s Antworten.

Die DASA-Arbeitswelt-Ausstellung hat eine neue Attraktion: eine Tower-Simulation. Mit einem Fingertipp kann man es hier regnen oder schneien lassen. Und wer sich mal als Pilot fühlen möchte, steigt in ein Airbus-Cockpit.

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