Wirtschaftslexikon

Investitionen

Investitionen sind eine Kapitalanlage. Für Haushalte geht es dabei darum, das Privatvermögen mit Erträgen – wie Zinsen oder Dividenden – zu vermehren. Für Unternehmen sind Investitionen ein wichtiges Mittel, um wettbewerbsfähig zu bleiben, so Arbeitsplätze zu sichern und auch den Gewinn zu steigern.

Im engeren Sinne sind Investitionen der Betriebe Anschaffungen von Sachanlagen: Dazu gehören Computer für Büros, Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen sowie Immobilien. Hinzu kommen die Ausgaben für sogenannte immaterielle Güter wie Lizenzen und Patente.

Mit Blick auf die Verwendung werden drei Arten von Investitionen unterschieden. Erstens die Ersatzinvestitionen: Sie dienen dem Austausch von Gütern, die sich in der Produktion abnutzen, zum Beispiel Maschinen.

Zweitens die Erweiterungsinvestitionen: Sie haben das Ziel, die Produktionskapazität eines Unternehmens zu steigern, indem beispielsweise zusätzliche Maschinen und Anlagen beschafft werden. Dabei entstehen in der Regel auch zusätzliche Arbeitsplätze.

Drittens die Rationalisierungsinvestitionen: Damit will ein Unternehmen die Produktivität steigern, etwa mit moderneren Fertigungsverfahren. Mit der gleichen oder eventuell sogar geringeren Zahl von Mitarbeitern oder Maschinen soll so mehr produziert werden.

Bis sich Investitionen ausgezahlt haben, vergeht oft viel Zeit

Investitionen müssen gut überlegt sein, denn sie binden langfristig Kapital der Betriebe. Erschwert wird die Entscheidung dadurch, dass die Entwicklung der Märkte auf lange Sicht schwer oder gar nicht vorherzusehen ist. Zudem vergeht einige Zeit schon allein, bis zum Beispiel ein neues Werk geplant und gebaut ist.

Die Spanne, bis ein Unternehmen mit Erträgen die Ausgaben für Investitionen wieder hereingeholt hat, wird als Amortisationsdauer bezeichnet. Oft handelt es sich dabei um mehrere Jahre.

Investitionen, die Unternehmen im Ausland tätigen, nennt man Direktinvestitionen. Das kann die Beteiligung an einer Firma dort oder der komplette Kauf sein oder auch der Bau eines eigenen Werkes.


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