Kolossale Kunstschätze

In den 19 Pinakotheken Bayerns gibt es viel zu entdecken

München. Was haben Kaiser Maximilian I. von Habsburg, Jacob Fugger und Rembrandt gemeinsam? Ihre Bildnisse sind wertvoller Bestandteil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Was kaum einer weiß: Die hüten den weltweit größten Bilderschatz – nicht nur in den drei Münchner Pinakotheken, sondern in insgesamt 19 Galerien in ganz Bayern.

Die Bezeichnung Pinakothek kommt aus dem Griechischen und stand in der Antike für einen öffentlichen Bildersaal. Aus dem Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen können heute mehr als 30.000 Kunstwerke gezeigt werden. Das verdanken die Besucher zunächst der fürstlichen und königlichen, später der staatlichen und bürgerlichen Sammelleidenschaft über fünf Jahrhunderte.

Ein eigener Saal für Rubens’ „Jüngstes Gericht“

Den Anfang einer ersten großen Bildergalerie sollte ein möglichst feuersicherer Bau machen, der außerhalb der alten Münchner Stadtmauer liegt. Man brauchte Platz für die mittlerweile stolz angewachsene Kunstsammlung. So kam es 1826 zum Spatenstich für die „Alte Pinakothek“. Heute können Kunstliebhaber darin Werke aus unterschiedlichen Epochen aus einem Zeitraum von 400 Jahren bewundern. Bereits zehn Jahre nach der Fertigstellung des Baus begannen 1846 die Arbeiten für die nächste Galerie, die „Neue Pinakothek“. Das zweite Gebäude wurde eigens für die Sammlung von Kunstwerken aus dem 19. Jahrhundert errichtet. Die Dritte im Bunde ist schließlich die „Pinakothek der Moderne“. Dort sieht man Gestaltung, Architektur, Grafik und Medien des 20. und 21. Jahrhunderts.

Es lohnt sich, die eindrucksvolle Schaffenskraft persönlich zu betrachten. Das merkt jeder, der vor dem mächtigsten Gemälde der Sammlung steht. Für „Das große Jüngste Gericht“ von Peter Paul Rubens mit seiner gewaltigen Höhe von mehr als sechs Metern und einer Breite von über vier Metern wurde in der Alten Pinakothek extra ein Saal ausgerichtet.

Richtig spannend wird es beim Blick in das linke Auge von Albrecht Dürers Selbstbildnis aus dem Jahr 1500. Im Glanz der Pupille ist ein Kreuz zu erkennen. Was es damit auf sich hat und ob es noch mehr Geheimnisvolles zu entdecken gibt, erfährt man in einer Dürer-Sonderführung. Solche „Spezialrundgänge“ gibt es auch zu den Werken anderer berühmter Maler.

Die bayerischen Staatsgemäldegalerien mit ihren Filialen von Aschaffenburg bis Füssen bieten einen leichten Zugang zur Kunst. Zuhören, staunen oder selbst kreativ sein, das kann man dort. Das museumspädagogische Programm lädt Erwachsene, Kinder und die ganze Familie zum Mitmachen ein.


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