Kaufkraft

Im Osten günstiger


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Wie teuer der Urlaub wird, hängt auch vom Reiseziel ab

Wiesbaden. Wo gibt es besonders viel für den Euro? Unter anderem in Osteuropa! Wer etwa in Polen, Ungarn oder Kroatien Urlaub macht und dort Zloty, Forint oder Kuna verjubelt, kann sich über einen deutlichen Kaufkraftgewinn freuen.

Extrem: Dänemark und die Schweiz

Ausgerechnet hat das vor kurzem der Bankenverband, die Basisdaten kamen vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden. Erster Schritt auf dem langen Weg zu den „Verbrauchergeldparitäten“ waren Preise, die in Abständen in den jeweiligen Hauptstädten ermittelt worden sind. Erhebungen speziell für touristische Hochburgen oder gar die von Reisenden besonders nachgefragten Dinge gibt es zwar nicht. Dennoch zeigen die Daten auf, wo ein Urlaub jetzt besonders teuer werden dürfte: In Dänemark und in der Schweiz. Dort bekommt man pro Euro nur Ware für etwa 80 Cent.

Selbst innerhalb der EuroZone ermittelten die Experten Unterschiede (die sich unter anderem mit den verschieden hohen Inflationsraten erklären lassen): In Italien und Frankreich etwa geht uns ein Zehntel verloren.

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung seit dem Sommer 2000. Konnten sich Spanien-Urlauber damals über einen Kaufkraft-Gewinn von 4 Cent pro Euro freuen, zahlen sie nun 4 Cent drauf.

England-Touristen dagegen mussten sich vor zehn Jahren mit nur 70 Cent Kaufkraft pro Euro begnügen – seit gut zwei Jahren geht es ihnen aber deutlich besser. In Holland wiederum war unser Geld stets fast gleich viel wert wie zu Hause.

In ihrer „Reisestudie 2010“ hatte die Commerzbank vor ein paar Monaten notiert: „Deutschland zählt auf dieser Basis inzwischen zu den Ländern mit den geringsten Lebenshaltungskosten – was den Trend zum Urlaub im eigenen Lande verstärkt.“

 

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