In der Höhle des Mammuts

Im neu eröffneten Archäopark Vogelherd auf der Alb wird die Steinzeit lebendig


Niederstotzingen. Trotz seiner Winzigkeit ist es eine Riesenattraktion: Das 3,7 Zentimeter kleine Mammut hat rund 35.000 Jahre auf dem Buckel und gilt als ältestes komplett erhaltenes Kunstwerk der Menschheit. Vor sieben Jahren von Tübinger Archäologen in der Vogelherdhöhle im Lonetal ausgegraben, ist die Tierplastik aus Mammutelfenbein an ihren Fundort zurückgekehrt. Als Dauerleihgabe kann sie im neu eröffneten Archäopark Vogelherd bestaunt werden.

In der Schatzkammer wird sie ins rechte Licht gerückt, neben dem ebenfalls 2006 entdeckten Torso eines Höhlenlöwen. Wie eine Höhle liegt auch das Besucherzentrum unter einem Grashügel versteckt. Über einen schmalen Eingang geht es hinein, drinnen öffnet sich eine Glasfront, die den Blick auf den Archäopark freigibt – bis zum Hügel mit der berühmten Höhle.

Strategisch günstig gelegen, bot sie unseren Vorfahren rund 100.000 Jahre lang Behausung und Zuflucht. Die Schätze, die sie barg, kamen seit der Entdeckung der Höhle im Jahr 1931 Schicht um Schicht ans Licht.

Es sind steinzeitliches Werkzeug, Schmuckobjekte, Fragmente von Flöten und immer wieder Figürchen aus Elfenbein. Der Archäopark auf der Südostalb zeigt aber nicht nur, was die Steinzeitmenschen erschufen, er vermittelt auch, wie sie lebten. So erfahren die großen und kleinen Besucher auf Rundgängen im Freigelände vieles über die eiszeitliche Vegetation, begegnen den Dimensionen eines Mammuts oder hören steinzeitliche Geräusche.

An den Wochenenden finden Aktionen zu Themen wie Feuer, Jagd oder Kunst statt

Immer samstags, sonntags und an Feiertagen finden Aktionen an den Erlebnisplätzen zu Themen wie Jagd, Feuer oder Kunst statt. Dann lernen moderne Menschen, wie ihre eiszeitlichen Vorfahren mit Werkzeugen arbeiteten, Feuer machten oder ein Zelt aufbauten.Und die Vogelherdhöhle selbst, in der geschickte Hände einst das kleine Mammut schnitzten, lässt sich bei einer Führung oder auf eigene Faust erkunden.

Mehr Informationen unter: archaeopark-vogelherd.de

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