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Hyposensibilisierungen packen die Allergie an der Wurzel


Gesundheit! Millionen Deutsche plagen sich Jahr für Jahr mit Heuschnupfen herum. Foto: fotolia

Düsseldorf. Hatschi! Sobald Bäume und Gräser sprießen, juckt bei Millionen Deutschen die Nase. Die Augen tränen, der Hals kratzt.

„Die wirksamste Therapie bei Heuschnupfen ist die Hyposensibilisierung“, sagt Benedikt Pafferath, Biologe und Produktmanager beim Pharma-Spezialisten Hal Allergie in Düsseldorf.

Das Unternehmen stellt an seinem Hauptsitz in Leiden (Niederlande) solch spezifische Immuntherapien her. Statt nur die Beschwerden zu lindern, bekämpfen sie die Krankheitsursachen.

Eine Hyposensibilisierung funktioniert wie eine Impfung. „Es handelt sich um eine wässrige Lösung, die winzige Mengen Allergene enthält“, so Pafferath. Diese harmlosen Eiweiße rufen bei Allergikern die Überreaktion des Körpers hervor.

Das Immunsystem gewöhnt sich nun nach und nach an Fremdkörper wie Pollen. Um die Nebenwirkungen gering zu halten, werden die Allergene meist chemisch modifiziert.

„Die Therapie dauert im Schnitt drei Jahre“, sagt Pafferath. Doch Durchhalten lohnt: „Nur eine Hyposensibilisierung packt das Übel dauerhaft an der Wurzel.“

30 Prozent der Patienten kriegen Asthma

Wer Jahr für Jahr nur die Symptome bekämpfe, riskiere weitere Allergien und chronische Krankheiten. Jeder dritte Heuschnupfen-Patient erkrankt an Asthma: „Die Allergie breitet sich aus und wandert bis in die Lunge“, so der Experte.

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