Billig-Pkw

Hightech fürs Volksauto


Freudenberg-Tochter Vibracoustic sichert Fahrkomfort für den Tata Nano

Hamburg.  Es hat nur einen Außenspiegel, einen Scheibenwischer, kein Radio und keine Klimaanlage, aber es fährt – und das mit guter deutscher Technik. Im Herbst 2008 soll der Tata Nano in Indien als preisgünstiges Volksauto zum Preis von 1.700 Euro auf den Markt kommen. In dem neuen „Billigauto“ stecken auch Produkte eines Unternehmens der Freudenberg-Gruppe.

Die Vibracoustic GmbH hat in Hamburg für den Tata ein spezielles Konzept für die Motoraufhängung entwickelt. Produziert werden die Teile dann vom Joint Venture Sigma-Vibracoustic im nordindischen Mohali.

Das preisgünstigste Auto der Welt wird dabei nicht etwa mit einem „Billigprodukt“ ausgestattet. „Wir nutzen Hightech, um preisgünstige Produkte zu entwickeln“, sagt Reinhard Schütz, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Die Lösung des Technologiespezialisten: Zwei eigens abgestimmte elastische Motorlager sowie eine Pendelstütze isolieren die Vibrationen des Zwei-Zylinder-Motors zur Karosserie. Zur Freude der Insassen: Der Fahrkomfort ist für ein Auto dieser Klasse durchaus zeitgemäß, versichern die Hamburger.

Gutes Klima in der Mannschaft

 

Die Preise im Zaum halten – das geht nur mit viel Masse. Denn Indien ist nach China

der weltweit am stärksten wachsende Automarkt.

Zielgruppe für den neuen Tata ist die wachsende indische Mittelschicht, die sich bislang nur ein Motorrad oder einen Motorroller leisten  kann.

 

 

Experten gehen davon aus, dass der Pkw-Absatz in Indien von 1,2 Millionen (2007) bis 2018 auf  bis zu vier Millionen ansteigt. Bei diesem Wachstum wollen deutsche Unternehmen mit im Boot sein.

Auch der Freudenberg-Konzern hat sich frühzeitig auf den Wachstumsmarkt Indien eingestellt.

 

Zwei Joint-Venture-Partner produzieren ebenfalls am Standort Mohali. Sie stellen Dichtungen für Indiens Automobilindustrie und andere Branchen her.

Werner Fricke

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