Wo bleibt eigentlich die ganze Knete?

Haushaltsbuch 2.0: Apps helfen, Finanzen im Griff zu behalten

Düsseldorf. Das Konto oft in den roten Zahlen – aber man weiß nicht genau, warum? Wenn einem das immer wieder passiert, sollte man etwas Zeit investieren, um sich mit einem klassischen Hilfsmittel schlauzumachen: dem Haushaltsbuch. Das gibt’s längst auch als App.

„Man verliert schnell den Überblick über seine Zahlungsströme“, sagt Sylvia Groh von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Ein Haushaltsbuch zeigt, woher das Geld kommt und wohin es fließt. Und nur wenn man den Überblick behält, ist eine erfolgreiche Steuerung und Kontrolle der eigenen Finanzen möglich.“

Kleine Ausgaben sofort eingeben

Empfehlenswert seien da etwa die kostenlosen Angebote des Beratungsdienstes Geld und Haushalt der Sparkassen-Finanzgruppe. Darunter der „Finanzchecker“, eine gerade erst aktualisierte App speziell für junge Leute. Wie fast alle Programme dieser Art erlaubt sie grafische Auswertungen – und ermöglicht es vor allem, den Cappuccino unterwegs sofort einzugeben. Gerade solche kleinen Posten fallen nämlich im Lauf der Zeit eben doch ins Gewicht.

Etwas weiter geht der ebenfalls kostenlose „VSB Haushaltsplaner“: Diese App vom Verbraucherservice Bayern kann mit dem gleichnamigen PC-Programm synchronisiert werden.

Das Haushaltsbuch fürs Smartphone – da finden sich in den Stores auch viele solide Varianten von privaten Anbietern (zum Beispiel „Money Control“ oder „My Micro Balance“). Vor einem Download sollte man da aber jeweils checken, wie es mit dem Datenschutz aussieht.

Einsparpotenzial ermitteln – das kann etwas dauern

Sinnvoll ist es zudem, die App mit separatem Kennwort vor neugierigen Blicken zu schützen. Auch sollte man keine Verbindung zwischen Haushaltsbuch-App und Online-Banking zulassen.

„Es gehört eine Portion Selbstdisziplin dazu, alle Ausgaben zu erfassen“, betont Expertin Groh. „Das Ermitteln von Einsparpotenzial ist ein Prozess von mehreren Monaten – ein paar Tage reichen da nicht aus.“


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